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7:0 – Degersen als Aufbaugegner für den FCS

Sieben Springer Tore für das angeknackste Selbstbewusstsein

Fußball (jab). Sieben auf einen Streich – der FC Springe feierte im Kellerderby der Bezirksliga einen 7:0 (2:0)-Erfolg über den SV Degersen und hat sich so Luft im Abstiegskampf verschafft. Der Jubel über den Kantersieg fiel allerdings verhalten aus. Denn zum einem verletzten sich Stefan Meyer und Sören Bütehorn (siehe nebenstehenden Artikel). Zum anderen war allen Springern klar: So leicht wie Degersen macht es ihnen in dieser Saison kein Gegner mehr.

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Die Gäste boten ein desolates Bild. Mit einem Sieg hätten sie bis auf zwei Punkte an den FCS auf dem Relegationsplatz heranrücken können. Besonders zu motivieren schien sie das nicht. Ganz anders die Springer: Die gingen von Beginn an engagiert zu Werke und setzten Degersen unter Druck.

Den ersten Warnschuss gab Marijan Horvatic schon nach wenigen Sekunden ab, SVD-Keeper Mirko Graas klärte. Nach den anschließenden Ecken scheiterte Rik Balk zweimal per Kopf – so viele Chancen hatten die Springer in den beiden Oster-Spielen zusammen nicht gehabt. Die Nervosität war spätestens jetzt verflogen. Gefahr für das FCS-Tor bestand nur einmal bei einem Schuss von Markus Schleicher (22.), der eine kurzzeitige Verwirrung in der Springer Abwehr nutzte.

FCS-Coach Franz Genschick hatte im Sturm umgebaut, bot Mark Helbig hinter den Spitzen Frank Ramser und Rik Balk auf. Das passte: Ramser legte zwei der drei Tore des starken Helbig auf und erzielte das 4:0 selbst. Spätestens da war die Partie entschieden, denn die Gäste waren nur noch zu zehnt, nachdem Antonios Agaoglou verletzt raus musste – Degersen war nur zu zwölft angereist und hatte schon gewechselt.

Bemerkenswert: Sechs der sieben FCS-Treffer waren herausgespielt. Die Springer hätten sogar höher gewinnen können, Genschick war dennoch zufrieden und atmete tief durch: „Wir haben drei Punkte, das war ganz wichtig“, sagt er. Und: „Das war ein Spiel fürs Selbstvertrauen.“ Das brauchen die Springer auch, denn es bleibt eng im Keller, weil Klein Berkel gestern beim FC Stadthagen gewann.

FC Springe: Schwemin – Reibeholz – Bütehorn (62. Candir), Meyer (54. Warnsmann) – Horvatic, Hupe, Lübbering, Hamo – Helbig – Balk (67. Hornung), Ramser.

Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Helbig (28., 34., 54.), 4:0 Ramser (56.), 5:0 Balk (59.), 6:0, Warnsmann (73.), 7:0 Candir (75.).

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