weather-image
19°
Mannschaft spricht sich gegen den Trainer aus / Heise als Interims-Coach

SCV-Frauen und Helbig trennen sich

Völksen. Letzte große Enttäuschung für Mark Helbig beim SC Völksen. Knapp eineinhalb Jahre trainierte er die Fußballerinnen in der Landes- und jetzt in der Bezirksliga, stellte sich trotz allen Ärgers über mangelnde Trainingsbeteiligung und fehlende Einstellung immer wieder vor seine Mannschaft – die ihm jetzt über den Abteilungsvorstand mitteilen ließ, dass sie mit ihm nicht weiterarbeiten will.

270_008_7774549_spo_Mark_Helbig_2_.jpg
jan

Autor

Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Wirklich traurig, den Job los zu sein, ist Helbig nicht. Nach dem 0:7 am vorigen Wochenende beim bis dahin ebenfalls punktlosen TSV Nettelrede hatte er den Spielerinnen deutlich die Meinung gesagt und selbst die Sinnfrage gestellt. „Dass sie nicht den Charakter hatten, mir das selbst zu sagen, enttäuscht mich“, sagt er. Helbig hätte wohl früher oder später selbst die Reißleine gezogen. „Es sind immer noch 18 Spielerinnen im Kader, aber zum Training kommen nur drei oder vier – so kann sich niemand weiterentwickeln“, sagt er.

Co-Trainer Maik Heise leitet vorübergehend das Training. Bei den Spielen begleitet Markus Heitmüller, Akteur der ersten Herren und einer von drei Spartenleitern, das Team. „Die Mannschaft hat zwei Kandidaten für den Posten im Kopf, mit denen werden wir jetzt sprechen“, sagt Heitmüller. Ob es mit einem neuen Trainer besser wird? „Wir hoffen es“, sagt Heitmüller, „aber wir haben die Mannschaft auch in die Pflicht genommen und klar gesagt, dass die Trainingsbeteiligung besser werden muss.“

Sein Debüt als Frauen-Coach gibt Heitmüller am Sonntag (11 Uhr) im Auswärtsspiel bei Spitzenreiter SC Hemmingen-Westerfeld. Im Bezirkspokal haben die Völksenerinnen dort 0:6 verloren. In ihren bisherigen vier Punktspielen kassierten sie im Schnitt acht Gegentore. Es droht also die nächste Klatsche.

Der TSV Nettelrede gastiert am Sonntag beim Tabellendritten Eintracht Hannover. „In der Vorbereitung haben wir die geschlagen, aber das heißt ja nichts“, sagt Torhüterin Kathrin Gaßmann. „Wenn wir so spielen wie gegen Völksen, ist ein Punkt drin.“

Bei der Eintracht-Reserve tritt Kreisligist Bison Calenberg am Sonnabend (13 Uhr) an. Nach bislang drei Siegen ohne Gegentor sind die Gäste trotz einiger Ausfälle klar favorisiert. „Ich erwarte aber eine konzentrierte und engagierte Leistung, damit wir uns weiter oben festsetzen“, sagt Bison-Coach Dietmar Wente.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare