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SC Völksen feiert Aufstieg spät, aber lange

VÖLKSEN/ELDAGSEN. Pyro in den Vereinsfarben, Bierduschen für den Trainer, Köpfe rasieren. „Wir haben kein Klischee ausgelassen“, sagt Markus Heitmüller, Fußball-Spartenleiter des SC Völksen. Die Feierei hatte einen guten Grund.

Geschafft: Völksens Trainer Wolfgang Schmedt reißt jubelnd die Arme hoch. Fotos: Szabo
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Mit einem 7:0-Erfolg gegen den SV Fuhrberg im entscheidenden Relegationsspiel sind die Völksener am Sonnabend in die 1. Kreisklasse aufgestiegen. In der kommenden Saison spielen sie damit Derbys gegen den FC Eldagsen II – die FCE-Reserve verpasste es mit dem 3:3 gegen den 1. FC Burgdorf, in die Kreisliga nachzurücken.

Erst am letzten Spieltag der regulären Saison waren die Eldagsener aus den Aufstiegsrängen gefallen. „Hätten wir in den letzten beiden Spielen gegen Schulenburg und Everloh nur annähernd so gespielt, wie jetzt gegen Burgdorf, hätten wir uns die Relegation erspart“, sagte FCE-Trainer Karsten Bürst, betonte aber: „Wir können von einer tollen Saison sprechen, auch wenn es am Ende unglücklich gelaufen ist.“

Mit vier Toren Unterschied hätte Eldagsen gewinnen müssen, um die Dreier-Relegationsrunde zu gewinnen. So begannen sie auch. Matthias Hüsam in der ersten und Pascal Geide in der 22. Minute sorgten bei Bürst für ein „Kribbeln“ im Bauch. Ein 20 Meter Schuss, „den wir verhindern müssen“, sorgte für Burgdorfs Anschlusstreffer (26.), mit dem Pausenpfiff glichen die Gäste sogar aus. „Ich habe in der Kabine gespürt, dass die Jungs wollten“, so Bürst, „aber uns war auch klar, dass es schwer wird, noch vier Tore zu schießen.“

Während die Spieler des SC Völksen jubeln...
  • Während die Spieler des SC Völksen jubeln...
...schieben die Eldagsener Frust.
  • ...schieben die Eldagsener Frust.

Als Burgdorf in der 62. Minute sogar in Führung ging, war die Messe gelesen, auch wenn Max Arndt drei Minuten später noch einmal ausglich. Die Feier des TSV Mariensee-Wülfelade, dem Dritten in der Relegationsrunde, der in Mannschaftsstärke nach Eldagsen gekommen war, konnte beginnen.

In der Relegation zur 1. Kreisklasse hatte der 1. FC Wunstorf II die theoretische Chance, aufzusteigen. Dafür hätte Völksen allerdings nicht oder nur knapp gewinnen dürfen. Damit rechneten die Wunstorfer offensichtlich nicht. „Viele waren von denen nicht da“, sagte Heitmüller. Und die Wunstorfer Befürchtungen traten ein. Fuhrberg, das selbst keine Chance mehr auf den Aufstieg hatte, trat nicht mehr besonders motiviert auf. So hätten die Völksener bei konsequenterer Chancenverwertung noch deutlicher gewinnen können. Aber die Tore von Jan Pinkerneil (29., 54., 76.), Till Luther (45.), Fabian Hartmann (56.) und Lars Schiebler (66.) sowie des Fuhrbergers Jan-Simon Graas, der das Schützenfest mit einem Eigentor in der siebten Minute eröffnete, reichten dem SCV, der „von der ersten bis zur letzten Minute Vollgas“ gab, so Heitmüller.

Vollgas gaben die Völksener dann auch beim Feiern. Allerdings mussten sie sich ein bisschen gedulden – denn zunächst mussten sie das obligatorische Elfmeterschießen absolvieren, das eigentlich nur bei Punkt- und Torgleichheit zweier Teams Sinn ergeben hätte. Umso länger dauerte dafür die Partie: „Einige haben noch gar nicht geschlafen“, sagte Heitmüller gestern Nachmittag.

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