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Skiclub Springe startet auf der Wiese Flörke Anfängerkurs mit 15 Kindern – und einer Erwachsenen

Rauf ist mindestens genauso schwer wie runter

Wintersport. Runter kommen sie immer – aber wie kommt man die Skipiste bloß wieder rauf. Mit dem Lift des Skiclubs Springe an der „Wiese Flörke“ ist das jedenfalls nicht so einfach. Till jedenfalls hat so seine Probleme. Der Fünfjährige hakt seinen Handgriff im Drahtseil ein, es gibt einen Ruck und – Till liegt auf der Nase. Wie sie sicher mit dem Lift nach oben kommen, lernen Till und 14 andere Kinder zwischen vier und zehn Jahren seit gestern in der Skischule des Skiclubs. Vor allem aber zeigen ihnen Horst Hartmann und Stefan Brendler noch bis Freitag, wie sie sicher den Hang hinunter kommen.

Wie an der Schnur gezogen: Horst Hartmann fährt vorweg, die Kind

Autor:

Jan-Erik Bertram

„Pizzaecke“ und „Knickebein“

Tebbe sieht schon wie ein Profi aus mit Skihelm und Schneebrille. Der Vierjährige ist jedoch blutiger Anfänger. „Aber er soll sich gleich an den Helm gewöhnen“, sagt seine Mutter Uta Möller-Rickert, „nicht, dass er später ohne fahren will.“ Sie ist mit Tebbe aus Hannover zum Anfängerkurs angereist. Die Großeltern eines Kindergartenfreundes sind Springer – so kamen sie drauf.

Stefan Brendler zeigt Tebbe und den anderen Anfängern die ersten Schritte auf Skiern. Die „Pizzaecke“ zum Beispiel: Knie und Skispitzen zusammen – so kann man prima bremsen. Aber auch die ersten Kurven, wenn man das „Knickebein“ macht. Sprich: Das Knie, das näher am Tal ist beugen – und schon fahren Tebbe und die anderen die ersten Bögen.

Während Brendler mit seiner Gruppe ganz oben am Hang übt, ist Hartmann mit den etwas fortgeschrittenen Kindern schon halb unten. In weiten Bögen fährt er vorweg, die Kinder in ihren bunten Schneeanzügen rutschen vorsichtig hinterher. Stürze gibt es selten, nur beim Bremsen passiert der eine oder andere „Auffahrunfall“.

Gehversuche: der vierjährige Tebbe Möller-Rickert aus Hannover f
  • Gehversuche: der vierjährige Tebbe Möller-Rickert aus Hannover fährt mithilfe von Stefan Brendler seine erste Kurve.
Hilfestellung am Lift: Horst Hartmann mit Till Kasperczyk (5) au
  • Hilfestellung am Lift: Horst Hartmann mit Till Kasperczyk (5) aus Springe.

Ralf Mikoschek aus Lüdersen ist mit der Videokamera dabei und filmt die ersten Gehversuche seines Sohnes Jesse (5) auf Skiern. Die passenden Schuhe hat Mikoschek am Vormittag schnell noch in Hannover besorgt. Er könnte Jesse das Ski fahren auch selbst beibringen, „aber dann gibt‘s nur Gemecker“, sagt er, „in der Gruppe ist es besser“.

Eigentlich ist der Anfängerkurs nur für Kinder gedacht. Aber auch die 23-jährige Tanja Minsch lässt sich von Brendler „Pizzaecke“ und „Knickebein“ erklären. „Es passte von der Zeit her“, sagt die Bennigserin. „Und ich weiß nicht, ob es noch einen Erwachsenenkurs gibt.“ Das weiß Hartmann, der Alpinwart des Skiclubs, auch noch nicht: „Vor Jahren hatten wir mal 20 Übungsleiter, aber jetzt ist kaum noch einer da“, erklärt er. Über seine Kurse informiert der Skiclub mit Aushängen an den Liften sowie übers Schneetelefon: 05041/6 18 81.

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