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HF Springe setzen große Hoffnungen auf Faruk Halilbegovic / Zwei-Tore-Fluch endlich überwinden

„Nur winzige Bausteine fehlen“

Springe. 1084 Zuschauer hatte das Spielprotokoll des Heimspiels der HF Springe in der Rattenfängerhalle gegen den Spitzenreiter GWD Minden ausgewiesen. Zusammen mit dem Organisationsteam der Handballfreunde dürften es rund 1200 Besucher gewesen sein. In erster Linie ein dickes Lob für die jüngsten verheißungsvollen Auftritte des Aufsteigers – andererseits aber auch die Vorfreude, den Erstliga-Absteiger aus Ostwestfalen zu erleben.

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Autor:

Dieter Gömann

Erst in der letzten Spielminute fiel die Entscheidung in einer spannenden Begegnung und wie schon über fünfmal zuvor mit zwei Toren Unterschied gegen das Team von Trainer Sven Lakenmacher. GWD-Coach Frank Carstens hatte in der Pressekonferenz den Springern eine hervorragende Leistung bescheinigt. Manager Horst Bredemeier hatte dagegen Wasser in den Wein gegeben, indem er die Leistung seines Teams als das schlechteste Auswärtsspiel seiner Mannschaft bezeichnet hatte.

Der starke Auftritt gegen GWD Minden ist die Fortsetzung einer Weiterentwicklung. „Es fehlen nur winzige Bausteine, dass die Mannschaft einen Erfolg verbuchen kann“, äußerte Springes Pressesprecher Jens Buchmeier. „Die Mannschaft ist intakt, und jeder hilft dem anderen bei seinem Auftreten. Es war ein tolles Spiel, das Lust auf mehr macht.“

Nicht wenige Eingeweihte konnten vor Spielbeginn damit rechnen, dass die Handballfreunde gegen den ungeschlagenen Tabellenführer so dicht vor einem Punktgewinn oder sogar möglichen Erfolg stehen würden. „Wir haben gesehen, dass wir mithalten können – nur ein Erfolgserlebnis fehlt der Mannschaft“, so Buchmeier. „Wenn es uns gelingt, die technischen Fehler und Fehlwürfe auf ein Minimum zu begrenzen, sollte es gelingen, enge Matches für uns zu entscheiden.“

HF-Manager Dennis Melching sieht die Notwendigkeit, dass die Mannschaft das gezeigte Niveau in den Begegnungen gegen TUSEM Essen und jetzt gegen GWD Minden auch in den folgenden Spielen abruft. „Wäre uns dieses in den ersten Spielen bereits gelungen, bräuchten wir uns über den derzeitigen Tabellenplatz und die Punktausbeute nicht zu unterhalten.“

Schon die beiden nächsten Gegner, am kommenden Wochenende beim EHV Aue und danach zu Hause gegen den HC Erlangen, sind Teams, die für den Verlauf der Saison ganz andere Zielsetzungen haben. „Das sind zwei große Kaliber – aber schau‘n wir mal, denn auch GWD Minden gehört dazu“, stellt Melching fest. „Unsere Spiele kommen danach, dann können wir etwas ausrichten.“

Große Hoffnungen setzten die HF Springe auf Faruk Halilbegovic. Der 28-jährige Rückraumspieler setzte sowohl in Essen als auch jetzt gegen Minden nicht nur spielerisch die Akzente, sondern war auch mit acht beziehungsweise sechs Treffern maßgeblich am Torreigen beteiligt.

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