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Eldagsens Verteidiger ist fast jeden Tag in Sachen Fußball unterwegs – und schreibt nebenbei seine Masterarbeit

Nieber: Zwischen Bibliothek und Fußballplatz

Eldagsen. Fußball-Landesligist FC Eldagsen empfängt am Sonnabend (16 Uhr) Spitzenreiter SV Ramlingen-Ehlershausen. Und Innenverteidiger Paul Nieber freut sich besonders auf das Spiel.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Eldagsen. Paul Nieber ist ein ambitionierter Fußballtrainer. Zweieinhalb Jahre lang stand er bei den A-Junioren des FC Springe an der Linie, seit Beginn dieser Saison gehört er zum Trainerteam der U19-Mannschaft des JFV Calenberger Land. Bei Landesligist FC Eldagsen mischt er sich in die Arbeit von Trainer Michael Wehmann aber nicht ein. „Da bin ich nur Spieler“, sagt Nieber. Als solcher steht er am morgigen Sonnabend (16 Uhr) wieder als Innenverteidiger in der Startelf. Es dürfte kein ruhiger Nachmittag werden: Zu Gast ist mit dem SV Ramlingen-Ehlershausen nicht nur der Spitzenreiter, sondern auch die mit 34 Treffern derzeit beste Offensive der Liga.

Nieber kam vor der Saison von Kreisligist Blaues Wunder nach Eldagsen. Ein Jahr zuvor hatte er mit den Hannoveranern noch in der Bezirksliga gespielt, davor beim FC Springe. „Die Stadtstaffel der Bezirksliga finde ich tendenziell stärker“, sagt er, „deshalb fand ich die Umstellung nicht so groß. Auch, weil wir bei Blaues Wunder auch immer 18 bis 20 Leute beim Training waren. Das Tempo in der Landesliga ist aber natürlich ein anderes.“

Er brauchte ein bisschen, um sich zu etablieren in Eldagsen. „Am Anfang der Saison war er nicht so überragend“, sagt FCE-Trainer Wehmann. Als Frederik Reygers verletzt ausfiel, nutzte Nieber aber seine Chance, machte zuletzt gegen Sulingen ein starkes Spiel, „ich sehe keinen Grund, ihn wieder rauszunehmen“, so Wehmann.

Nieber ist fast jeden Tag in Sachen Fußball unterwegs: montags, mittwochs und freitags als Jugend-Coach, dienstags und donnerstags beim Training des FCE und am Wochenende bei den Punktspielen. Seine Vormittage verbringt er derzeit vor allem in der Bibliothek: Der Lehramtsstudent schreibt gerade seine Masterarbeit.

Gegen Ramlingen freut Nieber sich auch auf ein Wiedersehen mit Marlon Pickert. Den hatte er vor einigen Jahren nach Springe gelotst. „Wenn er fit war, war das der beste Fußballer, mit dem ich je zusammengespielt habe“, sagt Nieber. Lange spielte Pickert nicht in Springe, über Arminia Hannover kam er vor dieser Saison zum RSE und spielt dort im zentralen Mittelfeld.

Wehmann setzt gegen den Spitzenreiter auf eine defensive Grundausrichtung, „aber wir sind selbstbewusst und mutig genug, Nadelstiche nach vorne zu setzen“, sagt er. Torjäger Steve Goede, der beim 1:3 zuletzt gegen Sulingen gefehlt hatte, ist wieder dabei, Yannik Gronau ebenfalls. Angeschlagen sind Rafael Bürst (Leiste) und Christian Marx, der unter der Woche kränkelte. Frederik Reygers ist gestern unterdessen wieder ins Training eingestiegen – Nieber wird er aber nicht verdrängen.

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