weather-image
19°
Suspendiert oder freiwillig gegangen? Schäfer nicht mehr für Springe

„Nie wirklich angekommen“

Fußball (jab). Vitali Schäfer spielt nicht mehr für Bezirksligist FC Springe. Das ist Fakt. Über das „Warum?“ herrscht allerdings Uneinigkeit. Trainer Franz Genschick hätte ihn aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader gestrichen, sagt Kapitän Stefan Meyer. Er sei freiwillig gegangen, sagt dagegen Schäfer selbst, der erst vor der Saison vom TSV Deinsen kam. Genschick äußerte sich zu der Sache gestern nicht.

270_008_4381068_spo_schaefer.jpg

„Es gab mehr als einen Vorfall“, so Meyer, „der Trainer hatte eigentlich keine andere Wahl.“ Die Mannschaft könne den Schritt nachvollziehen. Weiter ins Detail geht auch der Kapitän nicht. „Privaten Stress“, gibt Schäfer als Grund an, der nun eine Pause einlegen will: „Ich habe im Moment keine Lust, mich mit Fußball zu befassen.“

Dreimal in der Woche von Elze nach Springe zu pendeln sei für ihn „eine Tortur“ gewesen, so Schäfer, „ich bin nie wirklich angekommen beim FC“. Mit der prekären sportlichen Situation der Springer und seiner eigenen Rolle als Reservist habe das nichts zu tun. In zehn Punktspielen ist Schäfer nur dreimal eingewechselt worden. „Ich hatte nie das Gefühl, Reservist zu sein. Ich weiß ja, was ich kann, wenn ich fit bin. Und ich hatte das Vertrauen des Trainers“, sagt er. Eine Operation zu Saisonbeginn und kleinere Wehwehchen hätten ihn aber zurückgeworfen.

Meyer betont, dass das Mannschaftsgefüge beim FCS trotz der bisher enttäuschenden Saison intakt sei: „Es brodelt nicht in der Mannschaft“, sagt er. „Aber was persönlich in den Leuten vorgeht – keine Ahnung.“

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare