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Spiel 1 nach der Trennung von Lakenmacher: HF Springe gastieren bei Titelkandidat Coburg

Nichts mehr zu verlieren

Egal, ob nach der Trennung von Trainer Sven Lakenmacher nun ein Ruck durch die Mannschaft der HF Springe geht oder nicht: Beim Tabellendritten HSC 2000 Coburg ist das Schlusslicht am heutigen Sonnabend (19.30 Uhr) krasser Außenseiter.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Springe. Feierabend-Handballer gegen Vollprofis. Egal, ob nach der Trennung von Trainer Sven Lakenmacher nun ein Ruck durch die Mannschaft der HF Springe geht oder nicht: Beim Tabellendritten HSC 2000 Coburg ist das Schlusslicht am heutigen Sonnabend (19.30 Uhr) krasser Außenseiter. Die Gastgeber zählen neben Minden und Erlangen zu den großen Titelfavoriten und haben als Dritter schon fünf Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz.

Dagegen haben die Springer schon sechs Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. Das einzige, was Hoffung gibt: Sie haben nichts zu verlieren im Frankenland: „Die Mannschaft kann frei aufspielen“, sagt Sponsor Klaus-Peter Othmer. Und schlechter als bei der 25:32-Heimniederlage zuletzt gegen Saarlouis kann es ohnehin nicht werden.

Da wurde die komplette Verunsicherung des Teams so deutlich, wie nie zuvor in dieser Saison. Die Hexenkesselatmosphäre in der HUK-Coburg-Arena wird zum Nervositätsabbau kaum beitragen – mit einem Schnitt von knapp 2500 Fans pro Heimspiel ist der HSC auch in der Zuschauerstatistik ganz vorne dabei. „Die Jungs müssen das Publikum ausblenden und versuchen, nur den Nebenmann zu hören“, sagt Interimstrainer Slava Gorpishin.

Genau diese Absprachen, vor allem in der Abwehr, fehlten zuletzt gegen Saarlouis. Sie müssen aber passen, zumal es die Springer bislang zu selten geschafft haben, aus dem Rückraum Druck aufzubauen. Um das zu kompensieren, muss die Abwehr sicher stehen, damit im Angriff Gegenstöße gelaufen werden können. Das hatte schon Lakenmacher vor jedem Spiel gepredigt und auch Gorpishin weicht von dieser Taktik nicht ab.

„Wichtig ist es, dass wir wieder als Kollektiv arbeiten“, sagt Linksaußen Fabian Hinz. Und: „Jeder muss für sich selber eine klare Richtung haben und sich an seine Aufgabe halten.“ Er habe ein „gutes Gefühl in Bezug auf die nächsten Wochen“. Obwohl die alles andere als einfach werden. Nach der Partie in Coburg stehen noch Auswärtsspiele in Wilhelmshaven am zweiten Weihnachtsfeiertag und bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim am 30. Dezember auf dem Programm – alles richtige Bretter.

„Für uns gibt es nur noch dicke Bretter“, sagt HF-Manager Dennis Melching, der nun fieberhaft nach einem neuen Trainer sucht. Gorpishin wird eine Übergangslösung bleiben. „Ich bin ja gerade erst eingestiegen ins Trainergeschäft“, sagt der Olympiasieger, der zu Beginn der Saison Lakenmachers Co-Trainer und Spielertrainer der HF-Reserve in der Landesliga wurde. Zudem arbeitet er „jeden Tag acht, neun Stunden“ in Melchings Firma, „für die 2. Liga hätte ich gar nicht die Zeit. Aber ich versuche, die paar Tage zu überbrücken“.

In Coburg kann er wieder auf Maximilian Schüttemeyer zurückgreifen, der gegen Saarlouis wegen eines Infekts gefehlt hatte. Auch Faruk Halilbegovic, der mit einer Oberschenkelblessur ausgefallen war, kann wieder spielen.

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