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Auf seiner Lieblingsposition entwickelt der Springer immer mehr Torgefahr / HF heute in Fredenbeck

Milan Djuric: am wertvollsten als Mittelmann

Handball (jab). Insgesamt 71 Tore hat Milan Djuric in den bislang 19 Regionalligaspielen der HF Springe geworfen – 22 davon alleine in den letzten drei Partien. Keine Frage: Auf den gebürtigen Pyrmonter, der vor der Saison vom TuS Spenge nach Springe wechselte, werden am heutigen Sonnabend (19.30 Uhr) auch die Abwehrspieler des VfL Fredenbeck ihr besonderes Augenmerk richten.

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Woher kommt seine plötzliche Torgefährlichkeit? Djuric hat eine einfache Erklärung: „Ich habe zuletzt mehr auf der Mittelposition gespielt“, sagt er. Die hatte bislang Spielertrainer Sven Lakenmacher besetzt, im halblinken Rückraum ist Daniel Deutsch gesetzt. Also musste Djuric anfangs auf Halbrechts ran. „Ich hatte vor der Saison zwar gesagt, es ist mir egal, wo ich spiele“, sagt der Lehramtsstudent. „Aber wenn man sich die Spiele anguckt, zeigt sich doch, dass ich auf der Mitte besser spiele und torgefährlicher bin.“

In der Abwehr spielt Djuric derzeit so gut wie gar nicht. Der Grund: In der Hinrunde kugelte er sich den rechten Ringfinger mehrmals aus, hat ihn noch immer mit dem Mittelfinger zusammengetapt. Im Angriff hat ihn die Verletzung von Beginn an wenig gestört, in der Abwehr spielte aber immer ein wenig Angst mit. „Die Sicherheit kommt erst langsam wieder“, sagt Djuric.

In der Defensive baut Lakenmacher ohnehin vorrangig auf die Erfahrung von Slava Gorpishin, den er im Angriff mittlerweile kaum noch einsetzt: „Er muss in der Abwehr 100 Prozent bringen“, sagt der Coach, der in Fredenbeck ein knappes Spiel erwartet: „Die Mannschaft, die weniger Fehler macht, gewinnt“, sagt er. „Und das werden wir sein.“

Es wird eine richtungsweisende Partie. Die Springer sind Dritter mit 24:14 Punkten, Fredenbeck Fünter mit 22:14 Zählern. „Wer gewinnt, bleibt oben dran“, sagt Lakenmacher, „der Verlierer reiht sich in den Kreis der fünf, sechs Mannschaften ein, die um die Plätze fünf bis zehn spielen.“ Zu letzteren wollen die Springer nicht gehören.

Im Hinspiel trennten sich die HF von Fredenbeck 25:25. „Das ist eine unbequeme Mannschaft mit einer soliden und körperlich starken Abwehr“, sagt Lakenmacher, „aber wir haben keinen Grund, Angst zu haben.“ Die Fredenbecker allerdings auch nicht. Sie haben gegen noch keine Mannschaft der aktuellen Top 6 der Tabelle verloren, kassierten in den vergangenen sieben Spielen keine Niederlage.

„Zwei Punkte in Fredenbeck wären sehr viel wert“, weiß auch Milan Djuric, der heute übrigens seinen 26. Geburtstag feiert. Die Party im Mannschaftsbus auf der Rückfahrt ist also gesichert – bei einem Sieg der Springer dürfte sie umso ausgelassener ausfallen.

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