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Eimbeckhäuser hat schweren Stand in seiner ersten Saison als Rad-Profi

Mike Willam zahlt noch Lehrgeld

Radsport (jab). „Viel erlebt, nichts gewonnen.“ So beschreibt Mike Willam seine ersten Wettkampfwochen als Profi. Seit diesem Jahr fährt der 18-jährige Eimbeckhäuser für das Dortmunder „Team Nutrixxion“, ehemals „Team Sparkasse“ – in den ersten Rennen gab es überwiegend Rückschläge.

Mike Willam sammelt im Deister fleißig Trainingskilometer, um si

Seinen ersten Einsatz für das neue Team hatte Willam in einem Amateurrennen in Nienburg. Es war als Vorbereitung gedacht, „damit ich nicht gleich ins kalte Wasser springen muss“, sagt er. Doch schon nach fünf Kilometern wurde er bei Tempo 50 in einen Massensturz verwickelt, trug Prellungen an der Schulter und im Gesicht davon.

Dennoch startete er wenige Tage später in Belgien beim Eintagesrennen „NokereKoerse“, wo er aber nach 110 von 200 Kilometern vom Rad stieg. „Das war für den Einstand zu hart“, sagt Willam, eigentlich ein Berg-Spezialist. Das reine Flachrennen mit Wind „war nicht so mein Ding“, sagt er, zumal die fünf Pro-Tour-Teams das Tempo anzogen und einen 45er-Schnitt auf die 200 Kilometer vorlegten.

Willams Erkenntnis: „Ich brauche noch mehr Trainingskilometer.“ Die holt sich der 18-Jährige rund um den Deister, in den Ferien sitzt er täglich rund sechs Stunden im Sattel. Wettkampfhärte holt er sich vorerst in kleineren Rennen. Am nächsten Sonntag, 19. April startet er bei „Rund um Düren“. „Da war ich letztes Jahr ganz gut“, sagt Willam. Damals fuhr er aber auch noch in der Jugendklasse. Wie auch beim Klassiker „Rund um den Henninger Turm“, den er 2008 als Jugendlicher gewann. In diesem Jahr ist er wohl als Frischling im Profiteam nicht dabei. „Da merkt man den Unterschied. Ich habe keine Ansprüche“, sagt Willam, der sich aber weiter voll reinhängen will.

Im Mai steht in Luxemburg beim „Fleche du Sud“ seine erste Mehr-Etappenfahrt für Nutrixxion an. Eigentlich war er im März schon für die „Istrien-Trophy“ in Kroatien eingeplant, „das hat aber wegen der Schule nicht geklappt“. Jetzt ist für den Zwölftklässler vom Otto-Hahn-Gymnasium die Klausurenzeit aber vorerst vorbei und er kann sich voll dem Radsport widmen – damit sich bald auch die ersten Erfolge einstellen.

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