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Neuzugang hat sich bei Landesligist FC Eldagsen zur festen Größe gemausert

Mendes große Stärke: extremer Ehrgeiz

Eldagsen. Ein Wandervogel ist Sebastian Mende wahrlich nicht. Im Herrenbereich spielte er bis zu dieser Saison ausschließlich beim SV Weetzen in der Fußball-Kreisliga. „Wir waren eigentlich immer oben dabei. In den letzten beiden Jahren ist es allerdings ein bisschen stagniert, auch meine eigene Leistung“, sagt er. Also wechselte er im Sommer zu Landesligist FC Eldagsen – und ist dort mittlerweile zum Stammspieler gereift. Mende, der am Mittwoch 27 Jahre alt wurde, dürfte auch im Aufsteigerduell morgen (16 Uhr) daheim gegen den TSV Krähenwinkel-Kaltenweide in der Startelf stehen. Nach der Partie will er seinen Geburtstag feiern, „hoffentlich mit drei Punkten“.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Die Umstellung von der Kreis- auf die Landesliga war groß, sagt Mende. „Das ist ein ganz anderes Niveau, das habe ich schon im ersten Training gemerkt. Ich habe ein paar Einheiten gebraucht, um mich ranzutasten.“ Dass er in der Vorbereitung vier Wochen im Urlaub war und in Eldagsen nicht mehr auf seiner angestammten Position im defensiven Mittelfeld spielen kann, machte die Eingewöhnung nicht leichter. „Aber ich habe eine hohe Eigenmotivation und bin extrem ehrgeizig – das ist meine größte Stärke“, sagt Mende, der zumeist Außen in der Viererabwehrkette zum Einsatz kommt.

In den letzten fünf Pflichtspielen kam er immer zum Einsatz, in den letzten drei Partien jeweils über 90 Minuten. „Ich merke, dass ich mich verbessert habe“, sagt Mende, „aber ich weiß auch, dass ich noch mehr kann.“

Krähenwinkel/Kaltenweide feierte am vorigen Wochenende gegen Kellerkind Eilvese seinen ersten Saisonsieg. In der Woche davor holte der TSV aber immerhin einen Punkt gegen den ansonsten bislang souveränen Spitzenreiter HSC Hannover. „Wir werden ohnehin keinen Gegner im Vorbeigehen besiegen“, sagt FCE-Trainer Michael Wehmann, „dieses Bewusstsein ist mittlerweile bei allen angekommen.“

Weil Torjäger Steve Goede am vorigen Wochenende in der Nachspielzeit der Partie gegen Almstedt Gelb/Rot sah, muss Wehmann erneut die Mannschaft umstellen. Rafael Bürst ist aus dem Urlaub zurück und wäre eine Alternative, „aber auch Dominik Trotz, Paul Nieber oder Till Engelhardt haben in der Vorbereitung schon in der Spitze gespielt“, sagt der Trainer. Neben Goede fehlen auch Alexander Schröder (Urlaub) und Steven Berger (privat verhindert). Yannik Gronau, der gegen Almstedt eine Gelbsperre absaß, kehrt ins Team zurück.

Noch angeschlagen ist André Gehrke, der wegen seiner Knieverletzung im Training nur ein Schonprogramm absolviert, aber spielen wird. Wie wichtig er ist, hat er am vorigen Wochenende bewiesen. „Da müssten eigentlich bei allen die Alarmglocken schrillen, dass wir es so schwer kompensieren können, wenn einer wie André ausfällt“, sagt Wehmann.

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