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HF-Trainer mahnt beim Aufsteiger zu Gelduld / Heute erstes Heimspiel in Hameln gegen Nordhorn-Lingen

Lakenmacher macht keinen Druck

Springe. Ganz offiziell sind es logistische Gründe, aus denen die Handballfreunde Springe acht ihrer zwanzig Heimspiele in dieser Saison in der Hamelner Rattenfängerhalle austragen. Ein offenes Geheimnis ist es aber auch, dass wirtschaftliche Interessen bei dem Teil-Umzug eine Rolle spielen. Für Trainer Sven Lakenmacher ein ganz normaler Vorgang: „Natürlich müssen wir schauen, ob es Möglichkeiten gibt, mehr Zuschauer zu akquirieren. Das haben etliche Vereine vor uns auch schon gemacht“, sagt er. Die Premiere in Hameln steigt am heutigen Sonnabend (18 Uhr) gegen die HSG Nordhorn-Lingen – neben neuen Fans geht es für Aufsteiger Springe dabei vor allem um die ersten Punkte.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Die hatten sie eigentlich schon in wenigstens einem der beiden Aufsteigerduelle gegen Wilhelmshaven und in Ferndorf einfahren wollen – beide Partien gingen verloren. „Wir sind nun mal ein Aufsteiger und müssen Geduld haben. Es ist für alle Neuland“, sagt Lakenmacher. „Ich mache jedenfalls keinen Druck auf die Mannschaft. Ich weiß, was sie kann, das hat sie in der Vorbereitung gezeigt.“

Unter anderem mit einem Sieg gegen Nordhorn. Lakenmacher hat allerdings großen Respekt vor den Gästen: „Die sind ein etablierter Zweitligist und sind seit Jahren eingespielt. Da passen die Automatismen“, sagt er. „Wir haben nur eine Chance, wenn wir hinten aggressiv stehen und als Mannschaft kämpfen.“

Das gelte umso mehr, da die Personalsituation nicht eben rosig ist: Mit Pawel Pietak und jetzt auch Nils Eichenberger drohen beide Rechtsaußen auszufallen, auch die beiden Linksaußen, Maximilian Kolditz und Fabian Hinz, sind nicht hundertprozentig fit: „Das beeinträchtigt natürlich die Trainingsarbeit und unsere Spielweise“, sagt Lakenmacher, der zudem um den Einsatz von Maurice Herbold bangt, der sich schon im Abschlusstraining vor dem Spiel in Ferndorf eine Zerrung zugezogen hatte. „Ich jammere nicht“, so Lakenmacher, „wir müssen jetzt halt die Kräfte bündeln.“

Kämpferisch haben die Springer bislang überzeugt, „wir sind in beiden Spielen nicht untergegangen“, betont der Trainer. Ein Vorteil könne zudem sein, dass die Erwartungen gegen den Vorjahres-Vierten Nordhorn nicht so hoch sind, wie gegen die Mit-Aufsteiger: „Wir sind diesmal nicht in der Rolle gewinnen zu müssen“, sagt Lakenmacher, „was nicht heißt, dass wir nicht gewinnen wollen.“

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