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Coach der HF Springe gibt sich im Abstiegskampf kämpferisch

Lakenmacher: „Ich habe noch nie aufgegeben“

Springe. Er wünsche der Mannschaft, dass sie die Wende noch schafft, hatte Sven Lakenmacher, Coach von Zweitliga-Schlusslicht Handballfreunde Springe nach der bitteren 25:32-Pleite am Sonnabend gegen die HG Saarlouis gesagt - und damit für Spekulationen gesorgt.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Springe. Er wünsche der Mannschaft, dass sie die Wende noch schafft, hatte Sven Lakenmacher, Coach von Zweitliga-Schlusslicht Handballfreunde Springe nach der bitteren 25:32-Pleite am Sonnabend gegen die HG Saarlouis gesagt. Es klang fast als würde er sich selbst nicht mehr dazuzählen. Er denke aber keinesfalls an Rücktritt, sagt Lakenmacher, „wenn du da stehst in der Pressekonferenz, findest du halt manchmal die richtigen Worte nicht“.

Es wäre ihm lieber gewesen, die Mannschaft hätte statt seiner Rede und Antwort gestanden – ihm selbst fehlt nämlich die Erklärung für den blutleeren Auftritt gegen Saarlouis. Dass die Mannschaft sich in der zweiten Halbzeit kaum noch gewehrt hat, war das erschreckende an der Niederlage. Für die Fans, die erstmals – wenn auch noch zaghaft – ihren Unmut äußerten, aber auch für Lakenmacher: „Ich hatte als Spieler immer Lust, 60 Minuten Gas zu geben – dafür trainiert man ja die ganze Woche.“

Der Trainer hat den Klassenerhalt noch längst nicht abgehakt. „Ich habe noch nie aufgegeben“, sagt er, „es geht immer weiter, das sieht man ja an anderen Mannschaften.“ Er spielt auf Neuhausen an, das lange mit Springe am Tabellenende stand und dann eine Serie von sechs Siegen in Folge hinlegte. Oder Bietigheim, das nach der Niederlage bei den HF aus vier Spielen fünf Punkte holte.

Eine solche Serie ist für Springe nicht in Sicht. Denn zum einen wird die Unsicherheit immer größer. Zum anderen fehlt offenbar schlicht die Qualität im Kader. Die größte Baustelle: die Mittelposition. Weder Jannis Fauteck noch Marius Kastening schaffen es bislang, das Spiel zu lenken. Die Konkurrenz ist auf dieser Position deutlich besser besetzt. Saarlouis etwa mit dem Spanier Ibai Meoki-Etxebeste, der vor der Saison aus Pamplona kam – den hätte Lakenmacher auch gerne nach Springe geholt…

Er hat sich damit abgefunden, dass die Bedingungen in Springe für die 2. Liga schwierig sind, dass alle Spieler nebenbei studieren oder arbeiten – wie Lakenmacher selbst übrigens auch. „Ich bin der Meinung, dass ich gut mit den Jungs trainiere“, sagt er, „aber auf der Platte müssen sie die richtigen Entscheidungen treffen.“ Dreimal haben sie dazu in diesem Jahr Gelegenheit – in drei schweren Auswärtsspielen in Coburg, Wilhelmshaven und Friesenheim. „Wir haben nichts zu verlieren und können frei aufspielen“, sagt Lakenmacher, „vielleicht holen wir uns ja mal ein Erfolgserlebnis, mit dem keiner rechnet.“

Und wenn nicht? Lakenmacher ist lange genug im Geschäft, um zu wissen, dass der Trainer früher oder später zur Diskussion steht, wenn es sportlich nicht läuft. Er kann damit leben, „was ich mir aber wünschen würde, wäre eine klare Positionierung vom Management“, sagt er.

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