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Fußballerin Nathalie Flemes hat bei einem Schüleraustausch Australien kennengelernt – und war begeistert

Lässig, gastfreundlich – und sportverrückt

Von Jan-Erik Bertram

Fußball. Die Australier, am morgigen Sonntag, 20.30 Uhr, erster Gruppen-Gegner der DFB-Elf bei der WM in Südafrika, zählen nicht gerade zu den großen Favoriten auf den Titel. Selbst mit dem Überstehen der Vorrunde könnte es eng werden. „Es wäre schön, wenn sie das Achtelfinale erreichen“, sagt aber Nathalie Flemes. Die 15-jährige Fußballerin vom SC Völksen war nämlich im vergangenen Jahr für einen Monat „Down Under“ – und „will auf jeden Fall nochmal hin“.

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Von Jan-Erik Bertram

Fußball. Die Australier, am morgigen Sonntag, 20.30 Uhr, erster Gruppen-Gegner der DFB-Elf bei der WM in Südafrika, zählen nicht gerade zu den großen Favoriten auf den Titel. Selbst mit dem Überstehen der Vorrunde könnte es eng werden. „Es wäre schön, wenn sie das Achtelfinale erreichen“, sagt aber Nathalie Flemes. Die 15-jährige Fußballerin vom SC Völksen war nämlich im vergangenen Jahr für einen Monat „Down Under“ – und „will auf jeden Fall nochmal hin“.

Die Lässigkeit und die Gastfreundschaft der Australier haben es ihr angetan. Sie nahm am Schüleraustausch des Otto-Hahn-Gymnasiums teil, zwei Wochen lang lebte sie in einer Gastfamilie in Albury, einer Kleinstadt im Südosten des Kontinents, die zwischen den Metropolen Sydney und Melbourne liegt. Sie und ihre deutschen Mitschüler fielen auf – allein schon, weil sie keine Schuluniformen trugen: „Wir wurden total oft angesprochen, auch von älteren Schülern“, berichtet sie.

Und auch ihr Hobby – Fußball – ist für Australier ziemlich exotisch: „Da spielen alle nur australisches Football“, sagt Flemes. Das hat mit dem Fußball, der jetzt in Südafrika gespielt wird, allerdings nichts zu tun, sondern ähnelt eher Rugby. Populär, zumindest in ihrer Gastfamilie, sei vor allem auch Hockey. Und Netball – das in Deutschland kaum bekannte Korbball, nicht zu verwechseln mit Basketball.

„Sportverrückt sind in Australien aber alle“, sagt die 15-Jährige. „Jeder mach irgendeinen Sport – aber meistens im Winter, weil es im Sommer zu heiß ist.“ Einmal, erinnert sie sich, wurde im Schulsport aber auch Fußball gespielt. „Da waren aber nur zwei oder drei dabei, die das schon mal gemacht hatten.“ Das könnte sich bald ändern: Im Dezember kommen die Australier zum Gegenbesuch nach Springe – vielleicht hat sich die Fußballbegeisterung bis dahin ja gesteigert.

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