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Manager Dennis Melching arbeitet an der Professionalisierung des Umfelds der HF Springe

Konzepte sind da, die Mitarbeiter fehlen noch

Handball (jab). Die Hoffnungen der HF Springe, im Titelkampf der Regionalliga noch ein Wörtchen mitzureden, haben durch die Niederlage am Sonnabend in Fredenbeck einen Dämpfer bekommen. Doch selbst wenn der Aufstieg in die zweite Liga nicht klappt, „ist eine professionellere Ausrichtung des Vereins erforderlich“, sagt HF-Manager Dennis Melching. Denn auch als Regionalligist würden die HF noch zu den besten 100 Klubs in Deutschland zählen.

Dennis Melching.

Die sportliche Entwicklung der HF ging rasant voran. In nicht einmal zwei Jahren vom abstiegsbedrohten Oberligisten zur Spitzenmannschaft in der dritten mit Ambitionen auf die zweite Liga. „Das Umfeld kann nicht so schnell vorankommen, wie wir denken“, sagt Melching.

Das muss es auch nicht. Um die Lizenz für die zweite Liga zu bekommen, müssen die HF neben der sportlichen vor allem die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen, unter anderem eine 20 000-Euro-Bankbürgschaft vorlegen. „Im Prinzip müssen wir die Lizenz kaufen“, so Melching.

Weitere Vorgaben, etwa zum Zustand der Halle oder was die Qualität der Jugendarbeit angeht, gibt es für die zweite Liga nicht, sagt Oiver Lücke, Pressesprecher der Handball-Bundesliga. „Wir wollen den Vereinen die größtmögliche Chance geben“, so Lücke. Es könne allerdings sein, dass im Zuge der Eingleisigkeit der zweiten Liga, die zur Saison 2011/2012 kommen soll, andere Kriterien gelten.

Vorerst müssen die HF also „nur“ in Sachen Finanzen ihre Hausaufgaben machen. Der jetzige Etat wird sich eine Liga höher „mindestens verdoppeln, wenn nicht verdreifachen“, schätzt Melching. Er ist optimistisch, dass das klappt: „Ich denke, wir können das stemmen. Es ist zwar heutzutage nicht so einfach, Sponsoren zu finden, aber wir arbeiten jeden Tag daran.“

Melching und seine Mitstreiter wollen aber auch die Strukturen bei den HF verbessern: „Wir haben Konzepte im Kopf“, sagt er. „Dabei denken wir von oben nach unten.“ Soll heißen: Die Aufstiege der ersten und zweiten Herren haben Priorität. In den nächsten beiden Jahren soll zudem die A-Jugend in der Oberliga oder Regionalliga spielen, „dafür müssen wir wahrscheinlich den einen oder anderen von Außen dazuholen“, so Melching, der sich in Zukunft sogar eine große Spielgemeinschaft der Klubs rund um den Deister vorstellen kann.

Denn was fehlt, um die Ideen in die Tat umzusetzen, sei vor allem Manpower, die Mitarbeit der Vereinsmitglieder: „Im Moment sind es 15, 20 Leute, die mit anpacken“, sagt Melching. „Wir bräuchten aber 50.“ Die zu kriegen, ist vielleicht die größte Herausforderung – aber noch sind die Springer ja auch nicht aufgestiegen.

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