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Trotz zwölf Pleiten in Folge in der 3. Kreisklasse: Die Chemie stimmt noch beim SV Mittelrode

Knappere Niederlagen, bessere Stimmung

Fußball (jab). Donnerstagabend, Sportplatz Mittelrode. Es regnet in Strömen. Dennoch steht ein Dutzend Männer auf dem Feld und trainiert. Keine schlechte Quote, wenn man bedenkt, dass der SV Mittelrode in dieser Saison erst einen Punkt geholt hat – am ersten Spieltag. Die letzten zwölf Spiele hat der Aufsteiger in der 3. Kreisklasse verloren – damit ist der SVM das erfolgloseste Team im Raum Springe.

Nicolas Glotz (l.) und Marc Jeziorowski gehören zu denen, die ei

Kein Punkt, 0:36 Tore – so lautete Mittelrodes Bilanz der letzten sieben Spiele vor der Winterpause. „Da überlegt man sich schon, ob es Sinn macht, nach der Winterpause weiterzumachen“, sagt Kapitän Marc Jeziorowski. Vor allem, wenn man wie er aus Hannover zu Trainingseinheiten und Punktspielen anreist.

Jeziorowski ist einer von den Spielern, die eigentlich für Tore zuständig sind. Das war nicht immer so. Aber nach dem Aufstieg sind mit Dirk Wahle und Alexander Schmidt beide Torjäger gegangen. „Das konnten wir nicht auffangen“, sagt der Kapitän.

„Die Stimmung war nach der Hinrunde im Keller“, erzählt Torwart Matthias Mensing. Sie hat sich gebessert. Denn es gibt wieder Nachwuchs in Mittelrode. Mit Timo Rometsch und Felix Brandenstein hatten sich zu Saisonbeginn zwei junge Spieler dem SVM angeschlossen. Die beiden machten im Freundeskreis Werbung. „Und in der Winterpause stehen plötzlich fünf Jungs auf dem Platz und sagen: Wir wollen bei euch spielen“, so Mensing.

Jetzt ist wieder was los beim Training. Im Spiel ist die Elf aber noch überfordert. „Die haben ja zum Teil nie vorher in einer Mannschaft gespielt“, sagt Trainer Jürgen Zobel, der während der Hinrunde das Amt von Olaf Fülberg übernahm. „Das hat auch nochmal einen Ruck gegeben“, so Jeziorowski.

Ihm geht es darum, „die Saison vernünftig zu Ende zu spielen“. Den Klassenerhalt zu schaffen, „ist nicht machbar“, sagt Zobel. Neun Punkte Rückstand zum rettenden Ufer hat der SVM, der auch in den ersten drei Spielen 2009 Niederlagen kassierte. Allerdings knappe. Auch das trägt zu besserer Stimmung bei: „Es macht mehr Spaß 1:2 zu verlieren als 0:6“, sagt Spieler Sebastian Lamm.

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