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Handballfreunde verlieren auch in Friesenheim und bleiben auswärts ohne Punkt

Keine Überraschung zum Jahreswechsel

Das Jahr 2015 endete für die Handballfreunde Springe mit einer Niederlage. 22:27 (8:15) hat der Aufsteiger in die 2. Bundesliga am Mittwoch vor 1800 Zuschauern bei Bundesliga-Absteiger TSG Ludwigshafen-Friesenheim verloren. Springe bleibt damit auswärts ohne Punkt – und abgeschlagener Tabellenletzter.


Springe. Das Jahr 2015 endete für die Handballfreunde Springe mit einer Niederlage. 22:27 (8:15) hat der Aufsteiger in die 2. Bundesliga gestern Abend vor 1800 Zuschauern bei Bundesliga-Absteiger TSG Ludwigshafen-Friesenheim verloren. Springe bleibt damit auswärts ohne Punkt – und abgeschlagener Tabellenletzter.

Sechs Monate nach dem Aufstieg ist das Stimmungsbarometer bei den Springern stark gesunken. Denn sie haben sich als Punktelieferant in der neuen Liga entpuppt. Gestern bei der TSG Friesenheim ging die Talfahrt weiter. Die Niederlage war allerdings alles andere als überraschend. Denn die Gäste reisten stark ersatzgeschwächt an – mit Oliver Tesch, Pawel Pietak, Mustafa Wendland und Hendrik Pollex fehlten vier wichtige Spieler verletzt.

Das machte sich auf dem Platz bemerkbar. Friesenheim führte rasch mit 8:3 (15.). Zur Halbzeit zogen die Pfälzer auf 15:8 davon. „Mit den ersten 30 Minuten können wir nicht zufrieden sein“, haderte Linksaußen Fabian Hinz. Allerdings hielt in der Anfangsphase der Friesenheimer Torwart Kevin Klier famos. Er parierte sieben Bälle bis zur zehnten Minute. „Er war nicht umsonst einer der besten Torhüter in der Bundesliga vergangene Saison“, sagte Hinz.

In der zweiten Halbzeit jedoch musste auch der 30 Jahre alte Klier mehrmals den Ball aus dem Netz fischen. Springe legte nämlich den Respekt ab vor den müden Gastgebern. Der Vorsprung schmolz. Doch näher als fünf Tore kam Springe nicht heran. „Wir haben die erste Halbzeit verkackt, aber die zweite Halbzeit gewonnen“, kommentierte Übergangstrainer Slava Gorpishin. Es sei immer wieder ein Kraftakt gewesen, den großen Rückstand aufzuholen.

Letztlich war alles vergebens. Springe bleibt auswärts ohne Punkt. „Wir müssen unsere Fehler abstellen. Wenn wir in der Liga bleiben wollen, dann müssen wir gewinnen. Das wird jede Woche nicht einfacher, wenn wir verlieren“, sagte Hinz.

Der Tabellenvierte TSG Friesenheim hat am 21. November in Emsdetten zum letzten Mal verloren. Die Handballer aus dem Stadtteil von Ludwigshafen haben eine Serie von 27:3 Punkten hingelegt. „Die Jungs sind platt. Es war das vierte Spiel in elf Tagen inklusive der Reise nach Rostock“, sagte TSG-Trainer Ben Matschke. Der 33 Jahre alte Matschke löste vor der Saison Thomas König ab, der zum Bundesliga-Aufsteiger TVB Stuttgart gewechselt war. König war mit den beiden Bundesliga-Aufstiegen 2010 und 2014 der erfolgreichste Trainer in der TSG-Geschichte. Matschke musste 13 Abgänge verkraften und neun Zugänge integrieren. Das hat der ehemalige Kapitän der TSG – er spielte von 2007 bis 2013 in Friesenheim – exzellent gemeistert. Auch die Unruhe im Verein ist nach dem Abstieg verflogen. Im Sommer war das Stimmungsbarometer bei der TSG nahe null, jetzt, sechs Monate später ist es nahe am Höhepunkt. So kann Handball sein.

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