weather-image
22°
Marius Westenfeld über seine neue Rolle, die Situation ohne André Gehrke und Ziele seines Teams

„Jeder hat mehr Verantwortung geschultert“

Fußball. Er zählt mit seinen 20 Jahren zu den Leistungsträgern beim FC Eldag-sen, ist durch die Sperre von André Gehrke in eine andere Rolle innerhalb der Mannschaft geschlüpft und will noch eine Menge mit dem Team erreichen: Marius Westenfeld, der ein duales Studium bei der Deutschen Messe AG und Leibnitz-Fachhochschule absolviert. Mit ihm sprach NDZ-Mitarbeiter Dieter Gömann.

270_008_4955703_Westenfeld_1_.jpg

Einen klaren 5:2-Sieg haben Sie gegen den TSV Barsinghausen errungen. Wie fühlen Sie sich?

Wunderbar. Es war ein wichtiger Sieg für uns. Einmal, weil wir in den letzten drei Spielen weniger Punkte mitgenommen haben als möglich waren. Und natürlich, um dem Vorurteil vorzubeugen, ein „FC Gehrke“ zu sein.

Und Sie haben erstmals die Kapitänsbinde getragen. Wann haben Sie davon erfahren?

Kurz vor dem Spiel erst. Im Testspiel gegen den TSV Gestorf am vergangenen Dienstag (5:2) habe ich mir die Binde übergestreift. „Gerki ist raus – jetzt nehme ich die Binde, und alle waren einverstanden.“

Gab es besondere taktische Anweisungen aufgrund der Sperre von André Gehrke?

Eigentlich nicht. Ich bin 1:1 in seine Position gegangen. Da habe ich auch schon des Öfteren gespielt und so handhaben wir es auch jetzt, wo er uns fehlt. Die Marschrichtung der Mannschaft ist unverändert: drei Verteidiger, ein Fünfer-Mittelfeld und zwei Sturmspitzen.

Drei Begegnungen ohne einen Dreier und nun ein so deutlicher Sieg. Woran lag es?

So richtig erklären kann ich es auch nicht. Wir hatten weniger Druck, und durch die Sperre von André Gehrke und das berufsbedingte Fehlen von Oliver Geide und Tim Barten fehlte eine erfahrene Achse. Jeder hat mehr Verantwortung geschultert. Wir haben freier aufgespielt als sonst, und die Chancenverwertung war bravourös.

Was sagen Sie zur Lei- stungsexplosion von Christian Marx?

Das ist extrem wichtig für uns. Nach seiner Verletzungszeit musste er lange arbeiten, um wieder fit zu werden. Wenn er in der körperlichen Fitness noch zulegt, kann er noch mehr die Leistung steigern. Wir halten sehr viel von ihm.

Worauf führen Sie die Leistungsexplosion der Mannschaft – auch ohne André Gehrke – zurück?

Jeder von uns hat noch mehr aus sich herausgeholt. Wir sind als geschlossenes Team aufgetreten und wollten unbedingt den Dreier einfahren.

Am nächsten Spieltag geht es für Sie zum FC Stadthagen – ihre Einschätzung?

Eigentlich sind wir klarer Außenseiter gegen den Tabellenzweiten, aber es hat sich in den bisherigen Spielen gezeigt, dass grundsätzlich Jeder Jeden schlagen kann. Gelingt uns wieder ein Start wie gegen Barsinghausen, kann vieles passieren. Ein Punkt wäre aber auch schon sehr schön.

Was erwarten Sie sich vom Verlauf der Vorrunde bis zu Winterpause?

Unser Ziel ist, bis dahin unter den ersten sechs Mannschaften zu bleiben. Unsere Gegner haben sich verstärkt. Mit Yannik Gronau und Christian Marx haben wir nur zwei Neuzugänge zu verzeichnen. Auf jeden Fall wollen wir nicht im Mittelmaß landen.

Und am Ende des Spieljahres?

Der fünfte Platz wäre in Ordnung. Alles darüber ist Zubrot.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare