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DHB-Pokal: Springe beweist großen Kampfgeist, ist beim 26:24 gegen Nordhorn aber letztlich chancenlos

HF verabschieden sich erhobenen Hauptes

Handball. Aus der Traum vom großen Los im DHB-Pokal. Wenn Hertha-Trainer Markus Babbel am Sonntag die Achtelfinal-Partien zieht, sind die HF Springe nicht mehr in der Trommel. Gegen Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen unterlag der Spitzenreiter der 3. Liga Nord gestern Abend mit 26:34 (12:15). Ganz so deutlich wie es das Ergebnis aussagt, war die Niederlage aber nicht. Die Springer bewiesen ein großes Kämpferherz und wurden für ihren leidenschaftlichen Auftritt von den mehr als 600 Zuschauern in der ausverkauften Halle des Schulzentrums Süd mit stehenden Ovationen gefeiert.

Ausgebremst: Nordhorns Toon Leenders stoppt Jannis Fauteck. Rech

Autor:

Jan-Erik Bertram

Die Springer erwischten einen ganz schlechten Start, lagen nach zwölf Minuten schon mit 1:8 hinten. Sie wirkten nervös, vergaben etliche freie Würfe. HSG-Torwart Björn Buhrmester hatte allerdings auch einen glänzenden Tag erwischt und brachte die Gastgeber mit seinen Paraden schier zur Verzweiflung. Und auch die Abwehr stand nicht so sicher, wie sonst in der Liga – zu einfachen Toren kamen die HF so nicht.

Der Zweitligist dagegen zweigte eine weitaus konsequentere Chancenverwertung, allen voran Linksaußen Pavel Mickal, mit elf Toren erfolgreichster Werfer seines Teams. Nordhorn nahm die klassentieferen Springer von Beginn an ernst – anders als GWD Minden in der ersten Runde. Bezeichnend: Insgesamt sechsmal waren die HF in Überzahl – keine davon konnten sie entscheidend nutzen.

Dennoch blieben sie im Spiel. Mit dem Pausenpfiff brachte Kapitän Daniel Deutsch die Springer auf 12:15 heran. Nach dem Seitenwechsel setzte sich Nordhorn zunächst wieder auf 19:13 ab (37.). Dann begann die Springer Aufholjagd. Durch Deutsch und fünf Treffer von Spielertrainer Sven Lakenmacher kamen die HF auf 19:21 heran. (44.). Doch beim Stand von 20:22 kassierte Claus Karpstein die einzige Springer Zwei-Minuten-Strafe des Spiels – Nordhorn kassierte sechs – und Nordhorn bekam einen Siebenmeter zugesprochen. „Das war für mich der Knackpunkt“, so Lakenmacher. Springe kam zwar noch einmal auf 22:23 heran (48.), doch der Kräfteverschleiß war zu hoch. Nordhorn setzte sich wieder auf 25:22 ab und spielte den Vorsprung routiniert nach Hause. Und nach Nordhorns 28:23 durch Toon Leenders zeigten die Springer auch keine Gegenwehr mehr. Dennoch können sie sich erhobenen Hauptes aus dem Wettbewerb verabschieden.

HF Springe: Stange, König – Lakenmacher (11/3), Fauteck (5), Hinz (4/3), Deutsch (3), Karpstein (2), Habbe (1), Gorpishin, N. Hermann, Bischoff (n. e.), Kahl (n. e.).

Eine Bildergalerie mit zahlreichen Fotos vom Spiel finden Sie HIER.

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