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Glanzloser 30:21 (14:12)-Sieg / Andreas Stange wird zum Matchwinner / Lakenmacher nicht zufrieden

HF Springe nehmen die Hürde in Bad Doberan

Handball. Mit einem glanzlosen 30:21 (14:12)-Erfolg nahmen die Handballfreunde Springe die Hürde beim Bad Doberaner SV. Nach einem 14-stündigen Abenteuer nach Mecklenburg-Vorpommern war die Mannschaft am frühen Sonntagmorgen wieder in Springe angekommen und hatte zwei wichtige Zähler im Gepäck mitgebracht.

Mit fünf Treffern hatte sich Daniel Deutsch in die Torschützenli

Autor:

Andreas Klein

Der Start verlief für die Handballfreunde, die weiterhin ohne Thomas Bergmann antreten mussten, beinahe optimal. Trotz zahlreicher Großchancen des DSV führte Springe nach 20 Minuten mit 9:3. Andreas Stange im Tor der Gäste schien seinen Kasten vernagelt zu haben. Mit 27 Paraden im gesamten Spiel war er der entscheidende Faktor für den deutlichen Sieg des Tabellenzweiten. Allein in den ersten 15 Minuten vereitelte er elf Geschosse der Gastgeber.

Doch auch sein Gegenüber Georg Hoene, eine Leihgabe von Doberans Kooperationspartner Zweitligist HC Empor Rostock, rechtfertigte das Vertrauen seines Trainers, der ihm den Vorzug gegenüber Stammkeeper Sebastian Prothmann gegeben hatte. Dank des jungen Rostockers und einer deutlich verbesserten Abwehrleistung blieb der DSV im Spiel.

Es folgte die stärkste Phase der Doberaner. Zwischen der 22. und 25. Minute, als Springer Vier gegen Sechs spielte, trafen die Mecklenburger vier Mal in Folge und stellten den Anschluss zum 9:11 her. Bei diesem knappen Rückstand blieb es bis zur Pause (12:14).

Bereits nach der ersten Halbzeit stellte HF-Trainer Sven Lakenmacher seiner Mannschaft ein schlechtes Arbeitszeugnis aus. „Wir haben die zahlreichen Ballgewinne im ersten Durchgang nicht genutzt, um den Vorsprung schon frühzeitig entscheidend auszubauen“, so der Ex-Nationalspieler.

Auch nach der Pause hielten die Männer von der Ostsee dagegen, waren beim 16:17 (40.) bis auf einen Treffer heran und hatten das Publikum längst von den Sitzen gerissen, doch weitere Paraden von Stange oder technische Fehler der Gastgeber verhinderten den mehrfach möglichen Ausgleich.

In der letzten Viertelstunde ließen dann die Kräfte bei den Einheimischen immer mehr nach, und die Routine der Gäste setzte sich durch. Dreizehn(!) Minuten lang ließen die Handballfreunde keinen Treffer zu. Der Angriff agierte nun abgeklärter. Auch dank ihres in der Schlussphase spielenden Trainers (4 Tore), zog Springe davon und siegte am Ende doch noch standesgemäß mit 30:21.

Damit bleiben die Springer Tabellenführer HSG Tarp-Wanderup auf den Fersen und behalten das Saisonziel Meisterschaft weiter fest im Auge.

Sven Lakenmacher war zwar mit dem Ergebnis, nicht aber mit dem Spiel seines Teams zufrieden: „Wir haben ein schlechtes Spiel abgeliefert und können uns bei Andreas bedanken, dass hier nichts angebrannt ist.“

HF Springe: Stange (1.-55.), (56.-60.) – Lakenmacher (4), Bischoff, Hermann (3), Kahl (1), Karpstein (8), Nortmeyer (2), (2), Gorpishin, Deutsch (5), Fabian Hinz (5/2).

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