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HF Springe liefern GWD Minden großen Kampf

Hameln. Springe und Minden liegen nur knapp sechzig Kilometer auseinander. Sportlich trennten die Handballfreunde und GWD Minden über Jahrzehnte Welten. Gestern allerdings traf man sich in der Hamelner Rattenfängerhalle zum ersten Mal in der 2. Liga und am Ende trennten beide Kontrahenten nur zwei magere Tore: Der Tabellenführer aus Ostwestfalen hat sich dabei beim Aufsteiger lange schwer getan und mit 32:30 (16:15) gewonnen.

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Autor:

Uwe Kläfker

Die Gesichter der Springer Spieler und Verantwortlichen um Trainer Sven Lakenmacher und Manager Dennis Melching drückten tiefe Enttäuschung aus, denn 26 Sekunden vor dem Schlusspfiff waren die Handballfreunde ganz nah der großen Überraschung. Neuzugang Faruk Halibegovic hatte mit seinem sechsten Treffer den 30:31-Anschlusstreffer erzielt und die Gastgeber stellten vor 1200 Zuschauern auf offene Manndeckung um. Aber die Gäste waren abgezockt, durften sich mal wieder auf ihre individuelle Klasse verlassen. 13 Sekunden vor der Schlusssirene machte der überragende Mindener Rechtsaußen Aleksandar Svitlica den Deckel auf die Partie und den zehnten Saisonsieg der Grün-Weißen.

Die Springer durften aber stolz auf ihre Leistung sein. Die HF-Fans bekamen alles zu sehen, was Handball ausmacht – nur eben die Punkte nicht.

In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Minden spielte im Heimmodus, heißt zu pomadig, ohne die ganz großen Ideen. Beim 6:4 führten die Gäste erstmals mit zwei Toren (10.). Aber Springe ließ sich nicht abschütteln, bereitete dem Favoriten durch großen Kampfgeist immer wieder Probleme. Ein Phänomen, das die Mindener aus ihren Heimspielen gegen vermeintlich schwächere Gegner kennen.

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  • Große Enttäuschung: Pawel Pietak (Mitte) und Neuzugang Faruk Halilbegovic (rechts) klatschen sich ab.

Als Maximilian Kolditz die HF beim 11:10 erstmals in Führung brachte, sprang der Funke auf das Publikum über. Die Fans feuerten ihr Team an und bekamen eine starke Leistung zu sehen – auch wenn nicht alles klappte. Pawel Pietak legte beim 12:10 (22.) erstmals zwei Tore vor. Aber jetzt schienen die Gastgeber zu überdrehen, wollten zu viel. GWD schlug eiskalt zurück. Vor allem Svitlica blieb vor dem Tor ein sicherer Vollstrecker. Beim 16:15 für die Gäste wurden die Seiten gewechselt und für die Springer war noch alles drin. Mit der ersten Aktion nach dem Pausentee entschärfte GWD-Keeper Kim Sonne-Hansen einen Siebenmeter von Kolditz. Trotz einer 21:18-Führung durch Christoffer Rambo (41.) blieb der Aufstiegsfavorit vor allem aus dem Rückraum vieles schuldig. Springe holte wieder auf, Halibegovic erzielte das 25:25 (49.). Die individuelle Klasse der Mindener machte in der heißen Schlussphase den Unterschied. Keeper Sonne-Hansen hielt einige Bälle, GWD zog auf 30:27 weg (28.). In den Schlussminuten fehlte den Gastgebern dann das nötige Glück zum Punktgewinn, der aufgrund der tollen kämpferischen Leistung nicht unverdient gewesen wäre.

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