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Mühsamer 30:27-Erfolg gegen den SV Beckdorf / Gäste-Keeper Stielert bester Mann auf dem Feld

HF Springe können es auch über den Kampf

Handball. Am Ende sahen sich alle bestätigt nach dem 30:27 (15:12)-Erfolg der HF Springe gegen den SV Beckdorf. Diejenigen, die glauben, dass sich Springe in dieser Drittliga-Saison nur selbst schlagen können – zu denen gehört SVB-Coach Uwe Inderthal. Aber auch HF-Spielertrainer Sven Lakenmacher, der gegen Beckdorf das bisher schwerste Spiel der Saison vorhergesagt hatte. Seine Mannschaft hatte tatsächlich mächtig zu kämpfen, ehe der fünfte Sieg in Folge unter Dach und Fach war.

Kreisläufer Frank Habbe (l., hier gegen Till-Oliver Rudolphi), d

Autor:

Jan-Erik Bertram

Dass Lakenmacher sich nach 37 Minuten selbst einwechselte, war für Inderthal ein deutliches Zeichen dafür, „dass wir sie vor große Probleme gestellt haben“. Denn in den bisherigen Spielen hatte sich Lakenmacher oft aufs Coachen beschränkt, weil die Mannschaft auch ohne den Ex-Nationalspieler selten Schwierigkeiten bekam.

So sah es auch zu Beginn der Partie gegen Beckdorf aus. Von 4:4 (7.) setzten sich die Springer auf 10:4 (15.) ab. Vor allem Kreisläufer Frank Habbe war in dieser Phase kaum zu bremsen. Torwart Andreas Stange war erneut in Topform. Und Beckdorf zeigte Nerven, verwarf in den ersten 20 Minuten drei von vier Siebenmetern.

Nach dem 13:6 durch Daniel Deutsch nahm Inderthal eine Auszeit (21.). „Wir standen vor der Wahl: Lassen wir uns abschlachten oder geben wir Gas“, sagte der SVB-Trainer. Die Gäste entschieden sich für die zweite Variante, stellten die Abwehr von 6:0 auf 5:1 um und brachten im Tor Stefan Stielert für den glücklosen Thorsten Detjen.

Rechtsaußen Christopher Nordmeyer hat seine Adduktorenprobleme ü
  • Rechtsaußen Christopher Nordmeyer hat seine Adduktorenprobleme überwunden und spielte 60 Minuten durch.

Beide Maßnahmen schmeckten Springe überhaupt nicht. Stielert wurde mit seinen Paraden zum besten Mann auf dem Feld, Springe warf bis zur Pause nur noch zwei Tore, Beckdorf sechs. Und die Aufholjagd ging im zweiten Durchgang weiter. Beim 18:18 glich Beckdorf erstmals aus (38.). Viermal gingen die Gäste sogar in Führung, zuletzt beim 24:23 durch Hendrik Klindworth (48.).

Doch die Springer bestechen in dieser Saison nicht nur spielerisch. „Es zeichnet die Mannschaft aus, dass sie sich zurückkämpft“, so Lakenmacher. Er selbst besorgte den Ausgleich, es folgten sechs Springer Tore in Folge bis zum 30:24 (57.) – damit war das Spiel gelaufen. Emotionen kamen noch kurzzeitig auf, als Till-Oliver Rudolphi rüde gegen Deutsch einstieg und dafür die Rote Karte sah.

HF Springe: Stange, König (n. e.) – Habbe (8), Deutsch (6), Hinz (6/2), Lakenmacher (4), Karpstein (4), Nordmeyer (1), Fauteck (1), N. Hermann, Gorpishin, Bischoff (n. e.), Kahl (n. e.).

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