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Vorentscheidendes Spitzenspiel in Tarp

HF: Ein Sieg und Melching plant die Aufstiegsrunde

Handball (jab). Bei der Springer Sportlerwahl haben die HF Springe gestern nur den zweiten Platz belegt. Hoffentlich kein schlechtes Omen. Denn am heutigen Sonnabend (17 Uhr) steht das vorgezogene Finale in der 3. Liga Nord auf dem Spielplan. Der Spitzenreiter gastiert beim Tabellenzweiten HSG Tarp-Wanderup. Gewinnen die Springer, ist ihnen der Titel bei dann sechs Punkten Vorsprung wohl nicht mehr zu nehmen.

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„Ich persönlich plane dann jedenfalls für die Aufstiegsrunde“, sagt HF-Manager Dennis Melching. Spielertrainer Sven Lakenmacher hält den Ball dagegen noch flach. „Ein Sieg garantiert gar nichts“, sagt er, „denn wir haben danach noch sieben Spiele, unter anderem bei Gegnern, die noch um den wichtigen zehnten Platz kämpfen.“

Eines gibt er aber zu: „Es ist ein vorentscheidendes Spiel.“ Deshalb verabschiedeten sich die Handballer gestern Abend auch schon eine halbe Stunde nach dem offiziellen Teil von der Sportgala. Sie wollen ausgeschlafen sein in Tarp, wohin sie von zwei Busladungen mit Springe-Fans und dem Fanfarencorps Alt Laatzen begleitet werden. „Toll, dass so viele Leute eine so lange Auswärtsfahrt mitmachen“, sagt Lakenmacher.

Der sieht aber auch ohne Fans keine Motivationsprobleme: „Wir sind voll auf Sieg eingestellt“, sagt Lakenmacher. Und Claus Karpstein ergänzt: „Es soll keine Mannschaft geben, die uns zweimal schlägt.“ Das Hinspiel hatte Tarp knapp mit 31:30 gewonnen. Ein ähnlich enges Spiel erwartet Karpstein auch heute Abend: „Das ist doch klar, wenn der Erste gegen den Zweiten spielt.“

Karpstein zog sich im Spiel beim HSV Hannover eine Bänderdehnung im Ellenbogen des Wurfarms zu, in den letzten vier Pflichtspielen und im Test gegen Burgdorf pausierte er. „Ich will kein Risiko eingehen, dass wieder was aufbricht“, sagt Karpstein. Lakenmacher geht aber davon aus, dass er spielt. „In so einer Partie können wir auf ihn nicht verzichten“, sagt der Spielertrainer, „aber wenn es gar nicht geht, haben wir immer noch dreizehn andere Leute in der Mannschaft“.

Nach elf Pflichtspielsiegen in Folge ist es kein Wunder, dass die Springer vor Selbstbewusstsein strotzen. Anders als die Gastgeber. Die stecken nach nur einem Punkt aus den letzten drei Spielen in der Krise und spielen um ihre letzte Titelchance. „Wenn man etwas gutzumachen hat, ist es doch gegen den Spitzenreiter die beste Gelegenheit“, sagt HF-Kapitän Daniel Deutsch.

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