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FC Springe verliert Deister-Derby beim TSV Barsinghausen mit 1:3 / Ehrentreffer durch Candir

Heurichs Blackout leitet die Niederlage ein

Fußball (jab). Das Abwehrbollwerk des FC Springe hielt 40 Minuten im Bezirksliga-Derby beim TSV Barsinghausen – dann leitete ein folgenschwerer Fehler von FCS-Torwart Patrick Heurich die Niederlage ein. 1:3 (0:1) unterlagen die Springer im Waldstadion und treten im Abstiegskampf weiter auf der Stelle.

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„Barsinghausen war klar besser“, musste FCS-Coach Franz Genschick anerkennen. Die Platzherren bewiesen nicht nur spielerische Klasse, sondern vor allem Geduld. Die war nötig, weil die Springer ihr Heil in der totalen Defensive suchten. Mit neun Feldspielern standen sie in der eigenen Hälfte, Sebastian Warnsmann wartete als Solist im FCS-Angriff am Mittelkreis auf Zuspiele – meist vergeblich.

Genschicks Taktik ging zunächst auf. Sein Mannen gingen aggressiv zu Werke und ließen keinen Barsinghäuser Spielfluss zustande kommen. Schwachpunkt beim FCS war allerdings Faiz Hamo auf der linken Seite, doch die wenigen Chancen, die sich dadurch ergaben, ließen die Gastgeber aus.

Alles deutete auf eine torlose erste Hälfte hin – bis zu Heurichs Blackout. Ein Befreiungsschlag des TSV trudelte auf Höhe seines Strafraums Richtung Seitenaus. Heurich wollte ihn ins Aus rollen lassen, als ein TSV-Spieler nachsetzte, versuchte er ihn über den Fangzaun zu dreschen. Das misslang allerdings, die Barsinghäuser führten den Einwurf schnell aus und TSV-Kapitän Vitaliy Scholochov traf ins leere Tor zum 1:0.

Im zweiten Durchgang wurden die Gäste offensiver, allerdings fehlte vorne die Abstimmung, sodass Chancen Mangelware blieben. Nach einem Handspiel von TSV-Spieler Dennis Mehrkens forderten die Springer vergeblich einen Elfmeter (58.). Stattdessen kassierten sie drei Minuten später durch eine Kopfball-Bogenlampe von André Brockmann das 0:2. Martin Manzel machte mit dem 3:0 alles klar (68.). Marvin Körber hätte zehn Minuten später das 4:0 machen müssen, doch Sören Bütehorn klärte auf der Linie.

Bütehorn leitete mit seinem Ballgewinn auch den Springer Ehrentreffer durch Semih Candir ein (90.). Der freute so recht niemanden mehr. Außer TSV-Coach Carlo de Cosmo – der musste so nämlich keine Kiste Bier für ein Zu-Null-Spiel ausgeben.

„Wir haben uns ganz tapfer geschlagen“, so Genschick, „aber nach dem 0:1 haben wir die Ordnung verloren. Unsere Punkte müssen wir woanders holen.“ Zum Beispiel am kommenden Wochenende beim punktgleichen TuS Niedernwöhren.

FC Springe: Heurich – Dreyer, Dettmer, Bütehorn – Hamo (62. Balk), Nozon, Lübbering, Helbig, Sperling, Hupe – Warnsmann (75. Candir).

Tore: 1:0 Scholochov (40.), 2:0 Brockmann (61.), 3:0 Körber (68.), 3:1 Candir (90.).

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