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Starker Auftritt gegen Emsdetten

Herbold kommt in Springe an

Springe. Anfang der Woche sah es noch nicht einmal so aus, als ob er überhaupt spielen könnte – am Sonnabend dann war Maurice Herbold einer der Erfolgsgaranten beim ersten Zweitliga-Sieg in der Geschichte der Handballfreunde Springe. „Ich hoffe, der Knoten ist jetzt geplatzt“, sagt der 22-Jährige. Er meinte damit die Mannschaft. Man darf das Zitat aber auch getrost auf seine Leistung beziehen.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Bis zum 27:22-Erfolg gegen Emsdetten schien Herbold noch nicht so richtig angekommen zu sein in Springe. In der Vorbereitung setzte der Neuzugang aus Hildesheim einige Zeit verletzt aus. Am dritten Spieltag zog er sich gegen Nordhorn eine Schlüsselbeinprellung zu und fehlte zuletzt in Rimpar. „Am Montag konnte ich noch nicht trainieren, erst am Mittwoch habe ich die Belastung gesteigert“, sagt der Rückraumspieler, „deshalb hätte ich nicht gedacht, dass es so gut läuft.“ Mit seinen sechs Toren war Herbold gegen Emsdetten der beste Springer Feldtorschütze.

Entscheidend für den Sieg sei aber gewesen, „dass wir nur 22 Gegentore zugelassen haben“, sagt Herbold, der mahnt: „Es darf jetzt keiner anfangen zufrieden zu sein.“ So sieht es auch HF-Trainer Sven Lakenmacher, der hofft, dass Herbold „diese Leistung konserviert“. Wichtig ist ihm vor allem, dass die Abwehr weiterhin so gut steht wie gegen Emsdetten. „Wir sind nun mal nicht die angriffsstärkste Mannschaft. Auch, weil wir neue Spieler integrieren und uns noch einspielen müssen.“

Ob der Knoten nach den vier Auftaktniederlagen mit dem Sieg im fünften Spiel bei den HF geplatzt ist, wird sich erst noch zeigen. Co-Trainer Slava Gorpishin ist aber sicher: „So ein Erfolg legt bei den Spielern einen Schalter im Kopf um. Sie sehen, dass sie doch noch gewinnen können.“ Zwei Chancen nachzulegen gibt es am kommenden Wochenende. Am Freitag (20 Uhr) kommt Henstedt, am Sonntag (17 Uhr) geht es nach Dormagen. Lakenmacher macht sich wegen der Belastung wenig Sorgen: „Die ist für alle Mannschaften gleich.“ Lichtblick: Der zuletzt verletzte Rechtsaußen Nils Eichenberger steigt in dieser Woche wieder ins Training ein.

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