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Hart, härter, Handballer

SPRINGE. Wenn Fußballer sich nach dem kleinsten Schubser am Boden winden, lachen Handballer sich kaputt. Handballer, so behaupten sie gerne selbst von sich, sind hart im Nehmen. Dass das keine Angeberei ist – dafür ist Yannik Lenzig von der D-Jugend der HSG Deister Süntel der beste Beweis.

Arm und Bein in Gips – Yannik Lenzig in der Notaufnahme. Foto: privat
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Der Elfjährige brach sich im Regionsoberliga-Spiel bei Eintracht Hildesheim einen Finger an seiner linken Hand – er hörte aber erst auf zu spielen, als er sich auch noch den rechten Fuß brach.

Es lief die erste Halbzeit in Hildesheim. Yannik bekam einen Ball unglücklich auf den Finger. Es schmerzte, er spielte aber weiter. „Wir haben ihn in der Halbzeit getapt“, berichtet sein Vater Torsten Lenzig. „Wir dachten, es sei eine Kapselverletzung. Yannik ist so handballverrückt – er wollte unbedingt weiterspielen.“

Doch als der Rückraumspieler in der zweiten Halbzeit nach einem Sprungwurf unglücklich aufkam und Schmerzen im Fuß verspürte, „hat er selbst gesagt, dass es nicht mehr geht“. Die Diagnose im Krankenhaus: Bruch des Fingers und Bruch des Mittelfußes. Der rechte Fuß und die linke Hand sind eingegipst, an Handball ist für die nächsten vier Wochen nicht zu denken.

Zur Schule geht Yannik schon wieder – weite Strecken kann er zu Fuß aber noch nicht zurücklegen. „Er bräuchte Gehhilfen, um den Fuß zu entlasten“, sagt sein Vater. Mit einem Gipsarm an Krücken zu laufen, ist nur leider ziemlich schwierig – das kriegen selbst harte Handballer nicht hin.

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