weather-image
24°

Handballfreunde: Schüttemeyer freut sich aufs Derby

SPRINGE. Am 21. September unterlag Drittligist Handballfreunde Springe mit 23:26 bei Eintracht Hildesheim. Die Springer verloren in dem Derby nicht nur zwei Punkte, sondern auch Maximilian Schüttemeyer. Der Rückraumspieler fiel den Rest des Jahres aus – im Rückspiel am Sonnabend (18 Uhr) ist er wieder dabei.

Beim Hinspiel in Hildesheim war Maximilian Schüttemeyer (beim Wurf) noch dabei – danach musste er vier Monate pausieren. Foto: Bertram
jan

Autor

Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Schon in den letzten beiden HF-Partien wirkte Schüttemeyer wieder mit – und fiebert dem Rückspiel in der ausverkauften Halle des Schulzentrums Süd entgegen. „Das wird ’ne schicke Stimmung werden an der Harmsmühlenstraße“, sagt Schüttemeyer.

Der 23-Jährige hatte operiert werden müssen, was bei einem Patellasehnen-Anriss eigentlich nicht nötig ist. „Aber bei meiner Körpergröße wirken andere Kräfte auf das Knie“, sagt der 2,03 Meter lange Rückraumspieler, der vier Monate pausieren musste und erst seit wenigen Wochen wieder mit der Mannschaft trainiert. „Das volle Programm kann ich noch nicht mitmachen, weil das Knie immer mal wieder schmerzt“, sagt er, „aber es wird besser und besser.“ Im Spiel behindere ihn die Verletzung ohnehin nicht. „Da hast du keine Zeit, darüber nachzudenken, sondern gehst ohne Rücksicht auf Verluste ran“, sagt er.

Bei seinem Comeback gegen Coburg II steuerte Schüttemeyer gleich fünf Treffer bei, zuletzt in Leipzig drei, darunter sogar einen vom Punkt. „Den letzten Siebenmeter hatte ich gefühlt in der C-Jugend geworfen“, sagt Schüttemeyer grinsend, der sich damit nicht nur als zusätzliche Option für den Rückraum und die Deckung, sondern auch für Strafwürfe ins Gespräch gebracht hat.

Neben Schüttemeyer ist auch Tim Coors nach langer Verletzung seit zwei Wochen wieder dabei. Damit gehen die Springer mit fast komplettem Kader – nur Maximilian Kolditz fällt noch länger aus – ins Derby. „Hildesheim ist der Favorit. Unser Problem ist, dass wir immer wieder Ausreißer nach unten haben“, sagt Schüttemeyer, „wenn wir die abstellen können, haben wir eine gute Chance.“

„Wir spielen zu Hause und mit unseren tollen Fans im Rücken wollen wir uns natürlich für die Hinspielniederlage revanchieren“, sagt HF-Coach Oleg Kuleshov. In eigener Halle sind die Springer immerhin seit mehr als einem Jahr ungeschlagen.

Und auch ihr letztes Heimspiel gegen Hildesheim haben sie als Außenseiter gewonnen. Das ist allerdings fast 30 Jahre her. Kurz vor Weihnachten gewann die Springer in der Oberliga gegen den damaligen Regionalliga-Absteiger Hildesheim mit 24:23. Schon damals auf der Trainerbank der Eintracht: Gerald Oberbeck. Für Springe stand damals der heutige Torwarttrainer Uwe Naumann zwischen den Pfosten.

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare