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TuSpo-Damen verabschieden nach 22 Jahren eine ihrer prägendsten Spielerinnen

Großer Bahnhof für Rita Friedrich

Bad Münder. Sie war 22 Jahre das Gesicht der Tischtennis-Damen der TuSpo Bad Münder. Sie war „Sportlerin des Jahres“ im Gesamtverein und zweimal „Spielerin des Jahres“ in der Abteilung. Doch jetzt hat Rita Friedrich Bad Münder den Rücken gekehrt. Vor ihrem letzten Heimspiel mit dem Bezirksoberliga-Team gab es den großen Bahnhof in der Grundschulhalle.

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Autor:

Dieter Gömann

Von Abteilungsleiter Johannes Waßmuth gab’s Blumen, vom TuSpo-Vorsitzende Helmut Burdorf eine Urkunde, die Friedrichs außerordentliches ehrenamtliches Engagement würdigten. Obendrein erhielt Friedrich den Ehrenteller des Vereins – und Geschenke von den Teamkolleginnen.

In den 1980er-Jahren hatte es Rita Friedrich aus beruflichen Gründen von Großburgwedel an den Deister gezogen. Siebeneinhalb Jahre lang hatte sie zuvor mit dem TSV Kleinburgwedel in der Bezirksoberliga gespielt und im Verein auch die Abteilung geleitet.

Nach Stationen beim TTC Springe und dem TSV Nettelrede spielte Friedrich, die sich mittlerweile in Egestorf niedergelassen hatte, zunächst beim TSV Hachmühlen in der Bezirksoberliga und wechselte 1993 zur TuSpo. Von Beginn an spielte sie hier in der ersten Damenmannschaft in der Bezirksklasse und Bezirksliga. Im Vorjahr gelang der Aufstieg in die Bezirksoberliga, in der sie derzeit gemeinsam mit Gabriele Gahlstorf sowie den TuSpo-Eigengewächsen Sandra Hattwig und Daria Maric antritt.

Nicht nur mit Mannschaften war Friedrich, die vor wenigen Monaten in den beruflichen Ruhestand eingetreten ist, aktiv. Im Einzelspielbetrieb sammelte sie bei Kreis- und Bezirksmeisterschaften ebenfalls Titel sowohl bei den Damen als auch bei den Seniorinnen. Die Vizemeisterschaft im Doppel der Damen 60 bei den Landesmeisterschaften 2013 an der Seite von Gisela Hansen war neben der Teilnahme an der Senioren-DM ihr größter Erfolg: „Da haben wir gegen Ursula Krüger und Doris Diekmann vom ESV Lüneburg erst im fünften Satz mit 9:11 verloren“, erinnert sie sich.

Auch das Ehrenamt wurde für Friedrich zu einer wahren Passion. Sie brachte sich beim Schüler- und Jugendtraining der TuSpo ein, war 15 Jahre lang Schrift- und Pressewartin der Tischtennis-Abteilung und in den vergangenen knapp zwei Jahren für die Mitgliederverwaltung in der Gesamt-TuSpo verantwortlich. Zeit für zwei Rommé-Gruppen und zum Mitwirken in der Singgemeinschaft blieb ihr trotzdem.

Morgen beginnt für Friedrich nun ein neuer Lebensabschnitt in Südhessen. „Da werde ich mir einen Chor suchen, aber auch weiterhin Tischtennis spielen“, sagt die agile Seniorin, die bei ihrer Verabschiedung sichtlich Mühe hatte, die Tränen der Rührung zu unterdrücken.

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