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Mit Spaß im Training gegen Nervosität im Spiel / Morgen nächstes Schicksalsspiel gegen Degersen

Genschick versucht, den Druck zu nehmen

Fußball (jab). Fünf Punkte Vorsprung hat Bezirksligist FC Springe auf die Abstiegsplätze. Am morgigen Sonnabend (16 Uhr) will die Mannschaft acht daraus machen. Dann kommt der SV Degersen an die Harmsmühlenstraße. Gewinnen die Springer gegen den Tabellen-14., dürfte zumindest der Relegationsplatz gesichert sein. Verlieren sie, sind sie im Abstiegskampf mittendrin statt nur dabei.

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Kampfgeist, Wille und körperliche Fitness stimmen bei den Springern. Ansonsten hat FCS-Coach Franz Genschick aber gleich an mehreren Baustellen zu tun. Da wäre der Personalmangel. Nach Julian Dettmer und Maik Nozon fällt nun auch der reaktivierte Milan Rukavina aus (Muskelfaserriss). Tim Dreyer hat Dienst. Kleines Trostpflaster: Auch die Degerser, die das Hinspiel 6:2 gewannen, sind stark ersatzgeschwächt

Genschick hat aufgrund des Mini-Kaders gegen Rinteln schon gegen seine Prinzipien verstoßen und Christoph Sander spielen lassen, „obwohl ich ihn im Training nie gesehen hatte“. Sander arbeitet auf einer Bohrinsel und ist nur alle 14 Tage für zwei Wochen in Springe – an diesem Wochenende aber nicht.

Genschick muss also wieder einmal umbauen. Das ist ein weiteres Problem: „Ich kann ja nie mit der gleichen Mannschaft spielen“, klagt er. Der ist froh, dass mit Keeper Stefan Schwemin, Libero Karsten Reibeholz und den Manndeckern Stefan Meyer und Sören Bütehorn wenigsten die eingespielte Defensive zusammenbleibt. Gegen Degersens schwache Abwehr (72 Gegentore) setzt Genschick auf Forechecking und das Sturmduo Frank Ramser/Rik Balk, dahinter Mark Helbig.

Im Angriff präsentierten sich die Springer zuletzt zu harmlos. Seit sich Dettmer und Nozon in Niedernwöhren verletzten, blieb der FCS dreimal in Folge ohne Torerfolg. Die beiden sorgten bei Standards für Gefahr, die nun ausbleibt.

Zudem ist die Mannschaft verunsichert. Die Spieler stehen unter Druck, sind nervös, leisten sich daher viele Fehler. Ein Beispiel dafür ist Faiz Hamo, der wie ein Weltmeister trainiert, im Spiel aber meist blass bleibt. Nach der Pause gegen Rinteln erhält der gegen Degersen aber wieder seine Chance, sagt Genschick.

„Ich muss versuchen, den Druck wegzunehmen“, sagt der Coach. Er setzt auf Einzelgesprächen und lockeres Training, damit der Spaß zurückkehrt. Mit einem Sieg morgen gegen Degersen dürfte der schlagartig wieder da sein.

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