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Nach Trainer-Querelen und Torwartwechsel: Für die Bisons geht es heute in der Bundesliga wieder los

Gelassen in eine schwere Saison

Eldagsen. Die vergangene Saison war die erfolgreichste in der Geschichte der Rollhockey-Herren des SC Bison Calenberg. Platz 3 in der Punkterunde und das Erreichen der Playoff-Halbfinals sind in der neuen Saison, die am heutigen Sonnabend (15.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den RSC Cronenberg beginnt, aber nur ein schöner Traum. Nach dem Abgang von Trainer Tonny van den Dungen – vor allem aber von dessen Sohn, Torwart Joey – nach Valkenswaard, backen die Bisons kleinere Brötchen. „Wenn wir Sechster werden und wieder den Europapokal erreichen, wäre das schon ein Highlight“, sagt Vereins-Chef Klaus Johansson.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Der neue Trainer Bastian Goldhausen, der von Zweitligist EHV Ansbach kam, wurde schon nach wenigen Wochen wieder entlassen. Kapitän Milan Brandt und Torwart Tim Richter leiten seitdem das Training. Das Coaching an der Bande während der Spiele übernimmt wohl Ersatztorwart Gunnar Johansson.

Durch den Weggang von Joey van den Dungen hat der Kader an Qualität verloren. Dessen Bruder Rico und Kyllian Doormernik, der dritte Holländer im Bunde, fehlen vor allem in der Breite. Hendrik Philipp aus dem eigenen Nachwuchs und der reaktivierte Burak Keles, dem einige Jahre Spielpraxis fehlen, sind die einzigen Zugänge – aber keine echten Verstärkungen. „Wir gehen die Saison aber ganz gelassen an“, sagt Johansson. Denn weil die Bundesliga von elf auf zwölf Teams aufgestockt werden soll, gibt es in diesem Jahr voraussichtlich keine Absteiger. „Und wenn doch zwei Zweitligisten aufsteigen wollen, gibt es ja noch eine Relegation“, so der Bison-Vorsitzende.

Dass die Calenberger in den Tabellenkeller abrutschen, ist aber auch nicht zu befürchten. Denn die besten sechs Feldspieler sind nach wie vor an Bord. Torjäger Brandt ist allerdings wegen seines Feldverweises vom letzten Spiel der vorigen Saison gegen Cronenberg noch gesperrt – und darf auch die Bande nicht übernehmen. „Vor dem Spiel und in der Pause habe ich aber Kontakt mit der Mannschaft“, sagt er.

Leif Johansson soll das Spiel von hinten aufbauen, unterstützt von Joao Rocha oder Mateus Luther – beide haben allerdings gestern erst zum ersten Mal wieder mit der Mannschaft trainiert. Sebastian Haas und Reik Johansson sollen im Angriff die Akzente setzen. „Wenn wir defensiv gut stehen und schnelle Konter setzen, haben wir eine gute Chance“, sagt Brandt, der in dieser Saison einen Platz zwischen sechs und acht anpeilt.

Wegen der U17-EM und der U20-WM – für letztere ist Haas nominiert – haben die Bisons nach dem ersten Saisonspiel übrigens vier Wochen Pause. „In der Zeit wollen wir an der Taktik feilen“, sagt Brandt.

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