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Eldagsen offenbart auch beim 1:2 im Spitzenspiel gegen Tündern wieder Offensivschwächen

Gehrkes Elfmeter-Pech kostet FCE den Punkt

Fußball. Bezirksligist FC Eldagsen blieb auch im dritten Spiel des Jahres ohne Sieg – erzielte beim 1:2 (1:2) gegen Spitzenreiter HSC BW Tündern aber immerhin das erste Tor in 2011. Das zweite hatte Torjäger André Gehrke auf dem Fuß, Springes frisch gekürter Sportler des Jahres schoss jedoch kurz vor Schluss einen Elfmeter an den Innenpfosten (84.).

Eldagsens Marius Westenfeld (M.) versucht, sich gegen Adrian Gurgel (l.) und Keeper Sebastian Kelle durchzusetzen. Foto: jab

Autor:

Jan-Erik Bertram

Marius Westenfeld, der nach fünfmonatiger Verletzungspause ein 15-minütiges Kurzcomeback gab, hatte den Strafstoß gegen Tünderns Yves Hackl herausgeholt. „Ich hoffe, dass Maui bald wieder richtig fit ist“, sagt FCE-Trainer Karsten Bürst, „mit ihm sind wir im Sturm zwingender.“ Auch gegen Tündern zeigte sich, dass die Eldagsener derzeit ein Angriffsproblem haben. Ob Dominik Schröder, Till Engelhardt oder Tim Lösch – sie alle mühten sich in der Offensive, konnten sich aber gegen die starke HSC-Abwehr selten durchsetzen. Abstimmungsprobleme bei den Laufwegen waren zudem unübersehbar.

Dennoch hätte es fast zum Punktgewinn gereicht. Er wäre verdient gewesen, denn die Gäste beschränkten sich im zweiten Durchgang darauf, den knappen Vorsprung zu verwalten. Im ersten Durchgang hatten sie sich ihre Führung dagegen verdient. Im Gegensatz zu den Platzherren stand Tündern hinten sicher. Vorne profitierten die Gäste von Eldagsener Fehlern. Vor dem 0:1 durch Tim Piontek, der eine Freistoßflanke einköpfte (36.), hatten die Schwarz-Gelben es in drei Versuchen nicht geschafft, den Ball aus der Gefahrenzone zu schlagen.

Im Gegenzug schlief allerdings auch Tünderns Abwehr, als Florian Siuts unbedrängt zum Ausgleich einschoss (37.). Vier Minuten später konnte Marcel Bürst, der seinen erkrankten Bruder Patrick zwischen den Pfosten vertrat, noch gegen Robin Tegtmeyer klären, beim Nachschuss von Vladimir Bozok aus spitze Winkel war er aber machtlos. „Da standen zwei Mann im abseits“, monierte FCE-Verteidiger Adrian Gottschalk, der nach einem Pressschlag schon in der 28. Minute vom Feld musste.

Dass der Schiedsrichter vor dem geplanten Wechsel die Rufe von der Eldagsener Bank ignorierte, brachte Trainer Bürst so auf die Palme, dass er den Innenraum verlassen musste. Er sah von außen eine Mannschaft, die sich nach Kräften gegen die drohende Niederlage wehrte. Marius Westenfeld ging in der Schlussminute bei einem Zweikampf mit Keeper Sebastian Kelle noch einmal im Strafraum zu Boden – diesmal blieb der Elfmeter-Pfiff aber aus. „Wir müssen wegen der Niederlage nicht zusammenbrechen“, sagt Bürst. „Denn wir waren gleichwertig.“

FC Eldagsen: M. Bürst – Gottschalk (28. Hahnenberg), Luczak, Timmermann – S. Westenfeld, Rathe (74. M. Westenfeld), Gehrke, Hüsam, Siuts – Schröder (57. Lösch), T. Engelhardt.

Tore: 0:1 Piontek (36.), 1:1 Siuts (37.), 1:2 Bozok (41.).

Bes. Vork.: Platzverweis für FCE-Coach Bürst (28.), Gehrke schießt Foulelfmeter an den Pfosten (84.).

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