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Für den FC Springe wird’s im Keller immer düsterer

SPRINGE. Die Hoffnung stirbt bekanntich zuletzt – aber jetzt sieht es für den FC Springe richtig düster aus im Tabellenkeller der Fußball-Bezirksliga.

Da ist die Welt noch in Ordnung: Springes Ferhat Arslan (r.) schiebt zum 1:0 für die Gäste ein, Kirchdorfs Chris Jansen (l.) kommt zu spät. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Trotz einer starken Leistung in der ersten Halbzeit beim direkten Konkurrenten TSV Kirchdorf und einer 2:0-Pausenführung standen die Springer am Ende mit leeren Händen da. Kirchdorf drehte mit drei Elfmetern das Spiel und gewann mit 4:2.

Die Springer haben es damit verpasst, die Rote Laterne abzugeben, der Rückstand zu Kirchdorf auf dem Relegationsplatz beträgt sechs Punkte. Die Gäste hatten das Spiel auf dem kleinen Kunstrasenplatz des TSV zunächst im Griff. Sie nutzten die Kürze des Spielfeldes, um das Mittelfeld mit langen Bällen zu überbrücken. Vorne sorgten Pedro Diaz-Garcia, Luca Köneke und Ferhat Arslan für mächtig Wirbel – es wären vor der Pause mehr Tore drin gewesen als die beiden durch Arslan (13.) und Diaz-Garcia (16.).

In der Halbzeit wechselte FCS-Trainer Ricardo Diaz-Garcia Arslan sowie den Gelb-Rot-gefährdeten Novak Sogan aus. Es kam ein Bruch ins Spiel. Kirchdorf machte nun mehr Druck und Springe kam immer öfter zu spät – dummerweise zwei Mal im Strafraum: Den ersten Foulelfmeter verschuldete Serge N’tapke, den zweiten Christopher Schierl – beide verwandelte Marian Bade (53., 61.).

Die Springer forderten dagegen vergeblich einen Elfmeter nach einem vermeintlichen Foul von Kirchdorfs Keeper Marcel Nolte an Köneke. „Dann kamen Emotionen rein“, sagte Diaz-Garcia, „es gab bei jeder Entscheidung eine Rudelbildung.“

Es kam noch dicker: Als FCS-Schlussmann Jonathan Reuther in der Schlussphase einen Ball fing und vom heraneilenden TSV-Stürmer leicht gerempelt wurde, ließ er sich zu einer Tätlichkeit hinreißen. Es gab Rot für Reuther und Elfmeter Nummer 3 (90.). Das war der K.o. Springe machte nun auf und kassierte noch einen Konter durch Baris Miisoglu.

Nicht nur Reuther fehlt im nöchsten Kellerduell morgen (18.40 Uhr) gegen Halvestorf. Nach dem Schlusspfiff sah Tolga Candir noch Gelb-Rot, weil er mit dem Schiedsrichter diskutierte.

FC Springe: Reuther – Meister, Schierl, A. Buchholz, Gardeay – Sogan (46. Niemeyer), T. Candir, N’tapke (59. Wißmach), Arslan (46. Wächter) – P. Diaz-Garcia, Köneke. Tore: 0:1 Arslan (13.), 0:2 Diaz-Garcia (16.), 1:2, 2:2, 3:2 Bade (53./FE, 61./FE, 90./FE), 4:2 Missoglu (90.+3). Rot: Reuther nach Tätlichkeit (87.). Gelb-Rot: Candir nach Spielende wegen Meckerns.

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