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FCS kann sich Nachlässigkeiten erlauben

SPRINGE. Es läuft die 84. Minute im letzten Heimspiel der Bezirksliga-Fußballer des FC Springe: Igor Jurcevic zieht in den Strafraum, passt quer zu Philipp Strohecker, der den Ball weiterspielt zu Marvin Wächter. Der wiederum legt für Kay Weddecke auf, der schließlich das Tor schießt. Es ist das 5:1.

Igor Jurcevic (l.) lässt Grasdorfs Ramzi Ouro-Tagba stehen und erzielt das 3:1 für die Springer.
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Hätten die Springer mehr Angriffe mit so viel Übersicht ausgespielt – sie hätten wohl zweistellig gegen den Absteiger gewonnen. Aber auch das 5:2 (2:0) war hoch verdient und nie gefährdet.

„Ich bin vollkommen zufrieden“, sagte FCS-Trainer Ricardo Diaz-Garcia. Selbst die vielen vergebenen Torchancen nahm er gelassen. Und auch bei den vielen Möglichkeiten, die gar nicht erst entstanden sind, weil seine Spieler im Angriff zu eigensinnig spielten – allen voran Jurcevic – ließ er Milde walten. „Nach hinten müssen sie diszipliniert spielen, aber vorne darf man diesen Individualisten den Spaß nicht nehmen“, sagte er.

Die Springer konnten es sich leisten gegen die Grasdorfer, die nur in den ersten Minuten den Eindruck machten, ihre theoretische Chance auf die Relegation noch nutzen zu wollen. Doch nach dem 1:0 durch Ferhat Arslan nach Querpass von Jurcevic (8.) schien der Widerstand schon gebrochen. Springe spielte auf ein Tor, vor der Pause traf aber nur noch Strohecker.

Kurz nach dem Seitenwechsel verkürzte Leutrim Ferizi, als die FCS-Abwehr zu nachlässig zu Werke ging. Etliche Spiele zuletzt hatten die Springer trotz Überlegenheit noch aus der Hand gegeben – doch diesmal sorgte Jurcevic fast postwendend mit dem 3:1 für Ruhe (51.). Das muntere Chancenauslassen aufseiten der Gastgeber ging weiter, immerhin erhöhten Arslan (66.) und Weddecke (84.) noch, ehe eine erneute Unachtsamkeit in der Springer Defensive zum 5:2 durch Ferizi führte – die Platzherren konnten es verschmerzen.

Blumen gab es vor dem Spiel für Ruven Klimke und Diego Marrero, die den Verein verlassen. „So viel Loyalität gibt es selten“, lobte Diaz-Garcia vor allem Klimke, der „auch in schlechten Zeiten trotz vieler Angebote“ den Springern die Treue gehalten hatte.

FC Springe: Marrero – Hasso (55. Teymouri), Klimke (55. Schierl), S. Buchholz, Niemeyer – Candir, N’tapke – Wächter, Strohecker, Jurcevic – Arslan (74. Weddecke). Tore: 1:0 Arslan (8.), 2:0 Strohecker (23.), 2:1 Ferizi (49.), 3:1 Jurcevic (51.), 4:1 Arslan (66.), 5:1 Weddecke (84.), 5:2 Ferizi (89.). Gelb-Rot: Hentze (76./Handspiel).

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