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FCE-Trainer Gehrmann zieht durchwachsene Zwischenbilanz

Am Donnerstag wollten die Landesliga-Fußballer des FC Eldagsen mal wieder auf dem B-Platz trainieren. „Wir wollen nicht unnötig Geld für Soccerparcs verpulvern“, sagt Trainer Holger Gehrmann. Man sieht: So richtig bereitet sich schon keiner mehr vor auf die Partien am Wochenende.

Sorgenvolle Miene: FCE-Trainer Holger Gehrmann erwartet eine harte Rückrunde. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Schließlich fallen sie seit Wochen in schöner Regelmäßigkeit aus. So wird es mit ziemlicher Sicherheit auch mit dem für Sonnabend (14 Uhr) angesetzten Heimspiel gegen den Heeßeler SV sein. Wir haben mit Gehrmann daher auch nicht über den kommenden Gegner gesprochen, sondern über den bisherigen Saisonverlauf.

Wie würden Sie die bisherige Saison mit wenigen Worten zusammenfassen?

Hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben. Das ist ärgerlich, weil wir eine gute Vorbereitung gespielt haben, aber aus unterschiedlichen Gründen nicht in die Gänge gekommen sind.

Welche Gründe?

Das schwere Startprogramm könnte man nennen, damit würden wir es uns aber zu einfach machen. André Gehrke war nach seiner Roten Karte lange gesperrt, es waren Spieler verletzt, Urlaub hier, Urlaub da – es sind einfach zu selten alle da gewesen.

Wenn Sie sagen: Hinter den Erwartungen zurückgeblieben – meinen Sie das punktemäßig oder spielerisch?

Die Punkte sind ja nur das, was wir Woche für Woche sehen, wenn wir auf die Tabelle gucken. Wir sind nicht dahingekommen, wo ich hinwollte mit der Truppe. Wir lassen es nur hier und da aufblitzen. Du kannst aber von außen keinen Druck aufbauen, weil wir so dünn besetzt sind. Irgendwann brodelt es, das sieht man gerade in Godshorn, wo der Verein sich vom Trainer getrennt hat. Das Gefühl habe ich bei uns allerdings überhaupt nicht. Das Umfeld ist top.

Was muss sich also ändern?

Wir brauchen einfach mehr Kontinuität, mehr Sauberkeit im Spiel. Wir müssen mehr Cleverness an den Tag legen und brauchen dieses Jahr einfach auch ein bisschen Glück. Vor allem brauchen wir mehr Personal.

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Aber man weiß ja nicht, ob es gleich funktioniert. Und Julian Reygers und Timon Scharmann sind in der Rückrunde nicht mehr dabei, weil beide für ein halbes Jahr ins Ausland gehen. Wir sind also dran und versuchen, Leute für uns zu gewinnen. Das wird natürlich schwer, denn die müssten uns ja sportlich weiterhelfen. Und die gucken ja auch auf die Tabelle.

Sie haben zu jedem Training eine ziemlich weite Anfahrt nach Eldagsen. Würden Sie sich wieder für den FCE entscheiden?

Ich habe es noch keine Minute bereut, nach Eldagsen gekommen zu sein. Klar möchtest du als Trainer nicht unten stehen. Aber es war ja klar, dass es schwierig werden würde, so blauäugig bin ich ja nicht. Nach der letzten Rückrunde wären wir abgestiegen und es sind wichtige Spieler gegangen. Timon Scharmann und Tilman Gust haben zwar gut eingeschlagen, aber José Perez braucht noch ein bisschen Zeit, um reinzufinden. Und die Rote Karte von André Gehrke – das tat uns einfach nicht gut. Wir müssen uns gut auf die Rückrunde vorbereiten und in der Hallenrunde vielleicht ein bisschen Spaß holen, wobei der eigentlich da ist.

Nach den vielen Ausfällen in diesem Jahr haben Sie in der Rückrunde 18 Partien vor der Brust – das wird ein Brett.

Das wird eine Vollkatastrophe, gerade mit unserem kleinen Kader. Auch deshalb brauchen wir mehr Personal, das wird der Schlüssel sein. Und wir müssen die engen Spiele auch mal für uns entscheiden.

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