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FC Springe plant den Neuanfang

SPRINGE. Der Abstieg aus der Fußball-Bezirksliga ist seit Dienstag Gewissheit für den FC Springe. Ein Schock war er allerdings nicht – jedenfalls nicht für Ralf Käß: „Es war ja nach der Hinrunde schon abzusehen“, sagt der Vorsitzende des FCS. Er will jetzt einen Neuanfang voranbringen.

Der FCS-Vorsitzende Ralf Käß hofft, dass die Mannschaften im Verein enger zusammenrücken. Foto: Archiv
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Die Spielklasse spielt dabei eine untergeordnete Rolle. „Wir müssen die Jugend und die Herren wieder näher zusammenbringen. Das ist viel wichtiger für den Verein als die Frage, ob die Erste in der Bezirksliga oder in der Kreisliga spielt“, sagt Käß. Soll heißen: „Wir wollen nicht wieder fünf, sechs neue Leute holen, sondern auf die A-Jugend setzen.“

Das war auch schon in den vergangenen Jahren das Bestreben. Das Problem: Die, die sich gleich als Verstärkungen erwiesen, waren schnell weg, wie etwa Jan Flügge, Sebastian Schierl und jetzt Mark Jeske. Andere hatten nicht die Geduld, sich auf die Bank zu setzen und gingen. Vielleicht kamen sie auch nicht mit dem Trainer zurecht.

Coach Ricardo Diaz-Garcia steht trotz des Abstiegs nicht zur Diskussion. „Er macht seine Sache gut“, sagt Käß. „Wir sind uns einig, dass wir nicht auf Teufel komm raus wieder aufsteigen müssen, sondern erst alle in vernünftige Bahnen lenken wollen.“ Unterstützung bekommt Käß dabei im Übrigen auch von Bernd Teschner, der ihn bei den jüngsten Vorstandswahlen noch herausgefordert hatte: „Wir wollen ja beide dasselbe“, sagt Teschner: „Das Vereinsleben soll wieder mehr im Vordergrund stehen, die Mannschaften enger zusammenrücken.“

Mark Jeske hat den Sprung aus der A-Jugend in den Herrenbereich geschafft – er wechselt allerdings zur kommenden Saison nach Eldagsen. Foto: Bertram
  • Mark Jeske hat den Sprung aus der A-Jugend in den Herrenbereich geschafft – er wechselt allerdings zur kommenden Saison nach Eldagsen. Foto: Bertram

Die Springer wollen in der kommenden Saison den älteren A-Junioren-Jahrgang schon regelmäßig im Herrenbereich einsetzen. Denn: „Der Sprung vom Junioren- in den Herrenbereich ist groß“, sagt Käß, „wenn wir jetzt anfangen, ihnen Spielzeiten zu geben, können wir in der Saison danach voll auf sie setzen.“ Es sei aber „ein zweischneidiges Schwert“ – schließlich braucht auch A-Juniorentrainer Marius Meister seine Spieler.

Dass Meister seit der Rückrunde auch Spieler und Co-Trainer von Diaz-Garcia ist und der neue Jugendwart Robin Schmidt jetzt auch in der zweiten Herrenmannschaft spielt, sei „eine ganz gute Konstellation“, findet Käß.

Wie der Kader für die kommende Saison aussieht, sei noch unklar. „Bisher haben erst vier Spieler klar gesagt, dass sie gehen“, so Käß: Sascha Buchholz beendet seine Karriere, Mark Jeske geht nach Eldagsen, Devin Niemeyer nach Nettelrede. Bei Luca Köneke ist das Ziel noch offen: „Er hat Angebote von drei Landesligisten“, sagt Käß. Es könne aber auch sein, dass Köneke ebenfalls nach Nettelrede wechselt – es hänge von seiner beruflichen Situation ab. Jonathan Reuther habe angedeutet, dass er aus beruflichen Gründen Springe verlässt: „Wir brauchen also noch einen Torwart“, so Käß.

Viele andere Spieler hätten sich bisher nicht klar zu ihrer Zukunft geäußert. „Das ist viel Hin und Her“, sagt Käß – die Ligenzugehörigkeit habe in den Gesprächen aber nie eine Rolle gespielt.

Die Springer wollen die Spielzeit jetzt vernünftig zu Ende bringen. Am Sonntag (15 Uhr) empfangen sie die SV Arnum zum letzten Heimspiel. „Nach der Saison besprechen wir in Ruhe, wie es weitergeht“, so Käß.

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