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Eldagsener organisiert Radrennen in Hameln

Fasse holt New York ins Weserbergland

Eldagsen. Sich für einen Tag wie ein Radrenn-Profi fühlen – das ist das Motto von „Gran Fondo New York“, einer Serie von Jedermannrennen auf der ganzen Welt. Der Eldagsener Paul Fasse bringt die Veranstaltung jetzt ins Weserbergland: Am 28. August 2016 wird am Hamelner Hochzeitshaus das „GFNY Deutschland“ gestartet. Fasse erwartet bis zu 1000 Teilnehmer aus 20 Ländern. „Ich bin wirklich nicht eingebildet“, sagt der 56-Jährige, „aber das wird ein Knaller.“

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Fasse ist Tierarzt und war elf Jahre lang Vorsitzender des Reitervereins Eldagsen. Seit einigen Jahren gilt seine größte Leidenschaft dem Drahtesel. Mit dem gebrauchten Rennrad seines Sohnes Alessandro fing alles an, mittlerweile „versuche ich, täglich 50 bis 60 Kilometer zu fahren“, sagt Fasse, „Ausdauersport kann man immer anfangen“.

Schnell begann Fasse damit „Gran Fondos“ zu fahren: Lange Jedermannrennen mit Zeitnahme auf abgesperrten Strecken. Das GFNY im Vorjahr war sein Schlüsselerlebnis. Im März dieses Jahres machte er auch beim GFNY Puerto Rico mit – und traf dort mit GFNY-Gründer Uli Fluhme zusammen. „Das war ein irrer Zufall, da waren ja nur vier Deutsche“, erzählt Fasse. So ein Rennen müsse man doch auch mal in Deutschland veranstalten, habe er Fluhme gesagt – und war dabei offenbar überzeugend. „Ich bin jetzt Franchisenehmer für die Marke GFNY in Deutschland“, sagt Fasse, der in diesem Jahr Präsident des Lions-Clubs Weserbergland ist.

Beschränkt ist die Deutschland-Ausgabe von GFNY zunächst auf 1000 Teilnehmer. Jeder von ihnen bekommt ein Veranstaltungstrikot – das ist Vorgabe von Fluhme. Die Strecke, 160 Kilometer lang mit insgesamt 2200 Höhenmetern, führt zunächst über Ottenstein, Eschershausen und Salzhemmendorf um den Ith herum und dann auf der anderen Seite von Hameln Richtung Rinteln.

Die Anmeldung auf der Website www.gfnydeutschland.com ist seit Kurzem freigeschaltet. Die Startblöcke werden nach Leistungsklassen eingeteilt. „Man kann sich Startplätze in der ersten Reihe gegen eine Spende aber auch erkaufen“, sagt Fasse – der Erlös soll für einen wohltätigen Zweck gespendet werden.

Bis zum Start hat Fasse noch alle Hände voll zu tun. Freiwillige Helfer braucht er, mit den Straßenverkehrsbehörden muss er sich wegen der Sperrungen auseinandersetzen, die Bike-Expo, die zwei Tage vor dem Rennen in Hameln beginnt, muss organisiert werden.

Der große Aufwand und das Risiko schrecken ihn nicht ab: „Ich bin da richtig heiß drauf“, sagt er. „Und wenn es einfach wäre, gäbe es das ja überall.“

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