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HF-Springe erleben 21:34-Heimdebakel in Hameln gegen starke HSG Nordhorn-Lingen

Erste Fehler bringen totale Verunsicherung

Springe/Hameln. Die Handballfreunde Springe haben ihre erste richtige Klatsche in der 2. Liga kassiert. Gegen den Vorjahres-Vierten HSG Nordhorn- Lingen unterlagen sie in der Hamelner Rattenfängerhalle vor 700 Zuschauern verdient mit 21:34 (9:18). Das Schockierende dabei: Schon nach wenigen Minuten brach das Team von Sven Lakenmacher in sich zusammen. Entsprechend enttäuscht war der Springer Coach über „die Art und Weise, wie wir uns als Mannschaft präsentiert haben“.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Dabei erwischten die Gastgeber zum ersten Mal in dieser Saison einen richtig guten Start und setzten das um, was Lakenmacher stets fordert. Die Abwehr stand sicher, die Ballgewinne wurden in Tore umgemünzt. Nach fünf Minuten führten die Gastgeber mit 3:1. Bis zum nächsten Springer Treffer dauerte es zehn Minuten. Bis dahin hatte Nordhorn sich auf 8:3 abgesetzt. Denn mit jedem technischen Fehler und jedem Wurf, der das Tor verfehlte – von beidem gab es etliche auf HF-Seite – wurde die Verunsicherung größer. Zumal jeder Fehler von den routinierten Gästen gnadenlos bestraft wurde. Knapp die Hälfte ihrer 19 Tore vor der Pause erzielten die Gäste über die erste oder zweite Welle.

Schon nach zwanzigeinhalb Minuten lag Nordhorn zum ersten Mal mit zehn Toren in Führung (14:4) – und Lakenmacher blickte immer ratloser drein. Er hatte kurzfristig noch einige personelle Rückschläge erfahren müssen: Torhüter Robert Wetzel war im Abschlusstraining am Freitag umgeknickt. Er spielte zwar mit dick bandagiertem Fuß, ließ zunächst aber Mustafa Wendland den Vortritt – der fasste nach einigen Paraden in den ersten Minuten aber immer weniger Bälle an – und sah besonders bei den Rückraumgeschossen von HSG-Torjäger Jens Wiese nicht gut aus – der Rest der Mannschaft allerdings auch nicht. Einen Tag vor Wetzel war Maximilian Kolditz – der bis dahin letzte gesunde Außen – ebenfalls umgeknickt. Auch er spielte, aber das Tempo in der Vorwärtsbewegung reichte einfach nicht aus, um die flinken Gäste mit Gegenstößen ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.

Die Personalsituation ließ Lakenmacher ohnehin nur bedingt als Entschuldigung gelten. Er wünschte sich schlichtweg mehr Gegenwehr: „Ich hätte mich als Spieler nicht so abschlachten lassen wollen“, sagte er. Lakenmacher probierte alles aus, was sein Kader hergab, die HSG war aber immer in allen Belangen überlegen und selbst wenn Nordhorns Trainer Heiner Bültmann seiner ersten Sieben eine Pause gönnte – damit begann er übrigens schon nach 20 Minuten – eine Klasse besser.

„Jetzt wendet sich das Blatt“, sagte Hallensprecher Jürgen Planert beim Anpfiff der zweiten Halbzeit noch optimistisch. Doch als Kolditz gleich zu Beginn zweimal den Pfosten traf und Wiese aus dem Rückraum auf 19:9 für die Gäste erhöhte war klar: Das Debakel ist nicht mehr zu verhindern. Schon am Freitag geht es für die HF weiter mit dem nächsten Punktspiel beim DJK Rimpar Wölfe.

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