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Eldagsens Fairness kann zum Vorteil werden

Springe/Bad Münder. Von den insgesamt 1009 niedersächsischen Fußballmannschaften, die in der Kreisliga oder höher spielen, haben es ganze 30 in der abgelaufenen Saison geschafft, ohne Platzverweis auszukommen und ohne die Sportgerichte zu beschäftigen. Bezirksligist FC Eldagsen gehört dazu. Das geht aus der jetzt vom Niedersächsischen Fußballverband (NFV) veröffentlichten Fairness-Statistik hervor.

Gelb für einen Springer – das gab es in der vorigen Saison 72-mal. Bertram

Beim „VGH-Fairness-Cup“ werden alle Gelben (1 Punkt), Gelb-Roten (3) und Roten Karten (5) sowie Fälle, in denen eine Mannchaft nicht antrat oder das Sportgericht beschäftigte, (10) erfasst. Die Gesamtpunktzahl geteilt durch die Anzahl der Punktspiele ergibt den ausschlaggebenden Fairness-Quotienten. Die Eldagsener erreichen mit ihren 46 Gelben Karten in 30 Partien einen Wert von 1,53 und belegen damit als mit Abstand bestes hiesiges Team den 32. Rang in der Gesamtwertung.

Die Fairness könnte für den FCE in der kommenden Saison zu einem echten Vorteil werden. Dann gilt nämlich eine Regel, die es in den Profiligen schon seit Jahren und bis hinunter zur Landesliga seit der vorigen Saison gilt: Die fünfte Gelbe Karte sowie Gelb-Rot ziehen ein Spiel Sperre für den betroffenen Akteur nach sich.

Wie Eldagsen liegt auch bei den Kreisligisten TSV Gestorf und FC Bennigsen der Fairness-Quotient unter dem landesweiten Durchschnitt von 2,82. Die Gestorfer liegen mit einem Wert von 2,25 (53-mal Gelb, 2-mal Rot) auf den 258. Rang, Bennigsen (2,43, 50-mal Gelb, 1-mal Gelb-Rot, 3-mal Rot) auf Platz 326.

Knapp über dem Durchschnitt liegt die SG Eimbeckhausen, die mit 72 gelben und drei gelb-roten Karten auf einen Quotienten von 2,89 und damit den 564. Platz kommt. Unfairstes hiesiges Team in der Wertung ist der FC Springe auf Rang 869. 72 Gelbe sowie je fünf Gelb-Rote und Rote

Karten hat der Bezirksligist in seiner Abstiegssaison gesammelt – das ergibt einen Wert von 3,73.

Es geht deutlich schlimmer: Der Celler Kreisligist SV Dicle ist mit 96 gelben, 12 gelb-roten und drei roten Karten sowie drei Fällen, die das Sportgericht beschäftigten, abgeschlagenes Schlusslicht mit einem Wert von 6,32 – sportlichen Erfolg hatte das Team damit trotzdem und wurde Vizemeister.

Die fairsten Teams des Landes kommen aus dem Kreis Uelzen und spielen sogar gemeinsam in der Bezirksliga Lüneburg: Sieger MTV Barum kassierte in 30 Spielen ganze 18 gelbe Karten (Quotient 0,6). Beim SV Emmendorf waren es nur vier Verwarnungen mehr. Mehr als ein Trost für die Emmendorfer: Sie stiegen als Meister in die Landesliga auf.jab

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