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Eine große JSG für den Springer Fußball?

SPRINGE. Kommt bald eine große Jugendspielgemeinschaft der Springer Fußballvereine? Es sieht so aus. Thomas Kurth, Jugendleiter des FC Eldagsen hatte die Idee in der vorigen Woche bei einer Infoveranstaltung seines Vereins ausgesprochen. Wir haben uns bei einigen Springer Klubs umgehört: Wie stehen sie zu einer JSG?

Bei den jüngeren Jahrgängen wie hier den E-Junioren haben die meisten Vereine keine Probleme – die beginnen erst, wenn es aufs Elferfeld geht. Deshalb steht jetzt eine große Jugendspielgemeinschaft der Springer Vereine im Raum. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Harald Schröder, Jugendleiter beim großen FCE-Rivalen FC Springe, steht einer Zusammenarbeit „grundsätzlich positiv“ gegenüber. Auch die Springer, neben Eldagsen die einzigen, die noch eine eigene Jugendarbeit betreiben, könnten davon profitieren. Sie haben zwar zwei A-Junioren-Teams – die Altersklasse, in der es am kritischsten wird, Mannschaften zu bestücken. „Aber da sind schon viele Gastspieler aus den Dorfvereinen dabei“, sagt Schröder. Eine Entscheidung für den Verein könne er aber nicht treffen, „erst müssen wir die Mitglieder auf unserer Jahresversammlung im April informieren“.

Markus Heitmüller vom SC Völksen ist Feuer und Flamme für eine JSG. Wenn die Kräfte gebündelt würden, „hätten wir auf lange Sicht Mannschaften, die nicht das Problem haben, genug Spieler zu finden“, sagt er. Und: „Es gibt für alle die Möglichkeit, leistungsgerecht zu spielen: Leistungs- oder breitensportorientiert.“ Davon würden am meisten die Kinder profitieren.

In den unteren Jahrgängen, so Heitmüller, hätten die meisten Klubs keine Probleme. Die kämen aber in den Altersklassen, in denen es aufs Elferfeld geht – also ab der C-Jugend. Und weil es zu wenig Spieler gibt, „fangen wir an, uns gegenseitig die Spieler abzuwerben – das kann es ja nicht sein“.

Bleibt die Frage, ob die Nachwuchsspieler, die in den Herrenbereich wechseln, dann auch für ihren Heimatverein spielen – darum geht es schließlich bei der JSG-Idee. „Natürlich muss man sich als Verein immer bemühen, nah an den Spielern dran zu sein“, sagt Heitmüller, „aber wir hätten dann ja auch einen größeren Spielerpool, weil wir die Spieler in Springe halten könnten“.

Peter Baron vom TSV Gestorf sieht es genauso. In der bestehenden JSG mit der SpVg Hüpede-Oerie gibt es zwar eine A-Jugend, aber nur noch bis zum Ende der Saison. „Auf Jahre“, so Baron, wird es dann keine mehr geben. Die Kräfte im größeren Kreis zu bündeln ist für Baron daher „absolut interessant, um die Jugendlichen auf dem Land zu halten“. Zudem: Gelänge es, Jahrgangsmannschaften zu bilden, wäre es auch einfacher, qualifizierte Trainer zu finden und zu halten.

Am besten aufgestellt in der Jugendarbeit ist von den Springer Klubs der FC Bennigsen, der seit Jahren eine Spielgemeinschaft mit der SG Bredenbeck betreibt. Daran soll sich nichts ändern, sagt FCB-Spartenleiter Uwe Dembski. Interessant werde eine JSG für ihn aber bei den älteren Jahrgängen. Denn: „Der demografische Wandel schlägt voll durch.“

Eher uninteressant ist eine große Springer JSG für den VfV Concordia Alvesrode. „Weil wir gar keine Jugendlichen mehr haben“, sagt VfV-Fußball-Chef Uwe Blödorn, „die spielen ohnehin schon in Völksen oder Eldagsen.“ Auch der SC Alferde hat keine Nachwuchsteams, dafür aber einige Gastspieler in den Eldagsener Mannschaften. „Uns betrifft es nicht so sehr, aber wir würden uns nicht verschließen“, sagt der SCA-Vorsitzende Sascha Fünfstück.

Das gleiche sagt sein Amtskollege Thomas Dettmer vom SV Altenhagen, „aber wir haben auch noch eine Verabredung mit dem TSV Hachmühlen, dass wir weiter zusammenarbeiten.“

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