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Jugendliche aus Israel, Holland und Deutschland trainieren gemeinsam in der Bison-Halle

Drei Nationen, eine Sprache: Rollhockey

Rollhockey (jab). Knapp 25 Jugendliche aus Israel, Holland und Deutschland trainieren seit Mittwoch gemeinsam beim SC Bison Calenberg. Verständigungsprobleme? Gibt es nicht. „Hockey ist die gemeinsame Sprache“, sagt Tony van den Dungen, Trainer der holländischen U17-Auswahl. Seine israelischen Pendants Radan Reis und Lior Uliel nicken zustimmend. Rollhockey verbindet, das ist die einhellige Meinung der Trainer – darüber könnten sie stundenlang erzählen, das sieht man alleine schon an ihren leuchtenden Augen.

Begeistert von der Gastfreundlichkeit des SC Bison: Die Trainer

Besonders die Israelis sind begeistert vom Trainingslager in Springe. „Das ist der Wahnsinn“, sagt Lior. „Die Kinder haben den Mund nicht mehr zugekriegt, als wir angekommen sind.“ Die Möglichkeiten, die der SC Bison mit der eigenen Halle und den Gästehäusern bietet – davon können Radan und Lior, beide Nationalspieler ihres Landes, nur träumen. „In ganz Israel gibt es für Rollhockey nur ein vernünftiges Spielfeld“, sagt Radan – und das sei unter freiem Himmel und auch noch zu klein.

Rollhockey fristet in Israel ein noch schlimmeres Schattendasein als in Deutschland. Ganze fünf Herrenteams gibt es, bis vor wenigen Jahren wurde es nur im Norden des Landes gespielt. Dann sind Radan und Lior, ein ehemaliger Fußballprofi („Rollhockey macht mehr Spaß, es ist viel familiärer“), in den Süden gezogen, haben eine Akademie eröffnet und versuchen nun, Kinder für ihren Sport zu begeistern. Denn: „Wir lieben diesen Sport“, sagt Radan.

Dafür sind die beiden in der Vorbereitung auf die B-WM in Südafrika sechs Monate zweimal in der Woche je 150 Kilometer zum Training und zurück gefahren. Mit Erfolg: Erstmals hat Israel bei einer WM nicht alle Spiele verloren. In Israel kam der Kontakt zu Tony zustande und die Idee, gemeinsam ein Trainingscamp zu machen.

Tony, der schon für verschiedene deutsche Klubs spielte, erzählte SCBC-Chef Klaus Johansson davon, der die beiden Mannschaften kurzerhand einlud. „Dafür sind wir wirklich dankbar“, sagt Lior, „das ist eine Erfahrung, die die Kinder in ihrem Leben nicht vergessen werden.“

Israelis und Holländer trainieren gemeinsam mit der Niedersachsenauswahl, die überwiegend aus Bison-Nachwuchsspielern besteht. Gestern spielten die drei Teams ein Blitzturnier in Lauenau (Bei Redaktionsschluss nicht beendet). Eine Wiederholung gibt es am heutigen Sonnabend, 18 Uhr, in der Bison-Halle. Davor (15.30 Uhr) empfangen die Herren des SCBC den GRSC Mönchengladbach zum Zweitliga-Punktspiel.

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