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Im fünften Saisonspiel gelingt den Handballfreunden der erste Sieg in der 2. Liga

Die große Erleichterung

Springe. Es ist vollbracht: Die Handballfreunde Springe haben im fünften Saisonspiel ihren ersten Sieg in der 2. Liga eingefahren. „Ich bin einfach nur erleichtert“, beschrieb HF-Coach Sven Lakenmacher nach dem 27:22 (12:7)-Erfolg gegen den TV Emsdetten seine Gefühlslage. Das hätte er gar nicht sagen müssen. Wer gesehen hatte, wie er nach dem Schlusspfiff jeden einzelnen Spieler an sich drückte, wusste das auch so.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Dabei war die Personallage nicht rosig gewesen. Zum Lazarett mit Fabian Hinz, Pawel Pietak, Nils Eichenberger und Robert Wetzel hatte sich auch noch der Ex-Emsdettener Maximilian Schüttemeyer gesellt. Der saß zwar mit auf der Bank, wurde wegen einer Schulterverletzung aber geschont. Es ging auch ohne ihn: Die HF-Abwehr stand von Beginn an sicher, Torwart Mustafa Wendland erwischte zudem einen Glanztag und war am Ende mit 17 gehaltenen Bällen einer der Matchwinner. „Es war eine super Teamleistung, aber wenn man einen hervorheben kann, dann Mustafa“, sagte Maurice Herbold, der mit seinen sechs Toren aus dem Rückraum selbst einen nicht unerheblichen Anteil am ersten Saisonsieg hatte.

Der so gelobte Keeper zeigte sich bescheiden: „Das Spiel war eine Wiedergutmachung für die Fans. Sie sollten sehen, dass wir auch kämpfen können. Und wenn man so kämpft, spielt man so eine super Abwehr.“

Vorne ließen die Springer noch etliche Gelegenheiten ungenutzt. „Aber wenn man so kompakt in der Abwehr steht mit so einer tollen Torwartleistung, dann kann man sich im Angriff auch mal Fehler erlauben“, sagte Lakenmacher.

Tim Coors, der auf Rechtsaußen spielte, erzielte nach zweieinhalb Minuten das 1:0 für die Springer – die ihre Führung bis zur Schlusssirene nicht mehr abgaben. Bis zur Pause setzten sie sich auf fünf Tore ab.

Der TVE, dessen Keeper Nils Babin Wendland in nichts nachstand, mobilisierte nach der Pause noch einmal alle Kräfte und kam auf 19:18 heran (47.). Im nächsten HF-Angriff gab Hendrik Pollex den Ball durch ein ungenaues Zuspiel an den Kreis verloren, Jannis Fauteck unterband den Gegenstoß und verhinderte so den Ausgleich. „Ich hatte die ganze Zeit ein gutes Gefühl, dass wir in der Abwehr immer einen Ball gewinnen“, so Lakenmacher, der danach denn eine Auszeit nahm, um nachzujustieren. Auch, weil Coors wegen Kreislaufproblemen nicht weiterspielen konnte.

Pollex, Tesch und Maximilian Kolditz per Siebenmeter sorgten danach wieder für einen Vier-Tore-Vorsprung (53.). Als Herbold in der 57. Minute das 25:21 erzielte und im Gegenzug Emsdettens Rechtsaußen Artjom Antonewitsch vorbei warf, hielt es die Springer Zuschauer nicht mehr auf ihren Sitzen. Dass nur knapp 500 gekommen waren, war der einzige kleine Wermutstropfen bei der starken Springer Vorstellung. Dank der HF-Werbung in eigener Sache dürften es aber im nächsten Heimspiel am kommenden Freitag gegen Henstedt-Ulzburg schon wieder ein paar mehr sein. „Da zählt wieder nur ein Sieg“, sagte Herbold, der bei aller Euphorie vor verfrühter Zufriedenheit warnte: „Das war nur ein ganz kleiner Schritt.“

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