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Eldagsens Marius Westenfeld ist zurück

Die Euphorie entschädigt für den Muskelkater

Fußball (jab). Im Sturm drückte bei Bezirksligist FC Eldagsen in diesem Jahr bislang der Schuh. Gut, dass Marius Westenfeld wieder fit ist. Bei seinem 15-minütigen Comeback gegen Tündern holte er gleich einen Elfmeter raus, am vorigen Wochenende in Nienstädt spielte er schon fast 80 Minuten und gab die Vorlage zum 1:0-Siegtreffer. „Es ist nicht in Worte zu fassen, wie viel Druck er in Nienstädt gemacht hat“, sagt FCE-Coach Karsten Bürst, der auch im Heimspiel morgen (16 Uhr) gegen den TV Jahn Leveste auf Westenfelds Offensivqualitäten baut: „Wir wollen nach dem unverhofften Dreier in Nienstädt nachlegen und Leveste auf Distanz halten.“

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Am 16. Oktober hatte Westenfeld gegen Rinteln sein letztes Spiel bestritten. Kurz zuvor hatte ein Radiologe bei ihm einen leichten Bandscheibenvorfall diagnostiziert. „Da war ich so frustriert, dass ich zwei Tage lang kaum ansprechbar war“, sagt der 20-Jährige, „in der schlimmsten Zeit konnte ich mich kaum bewegen.“ Schon vorher hatte ihn eine Entzündung des Schienbeinkopfes behindert. „Es war ein Seuchenjahr“, sagt Westenfeld.

Um seine Rückenprobleme in den Griff zu kriegen, geht er nun regelmäßig ins Fitnessstudio. „Dafür bin ich eigentlich nicht der Typ, ich hole mir meine Fitness lieber auf dem Platz“, sagt er. „Aber ich muss ja was tun, damit ich weiter kicken kann. Und was anderes war in den letzten Monaten nicht drin.“

Im Alltag hat er mittlerweile keine Probleme mehr, viel mit der Mannschaft trainiert hat er aber noch nicht. Nach dem Nienstädt-Spiel hatte er deshalb „einen Muskelkater wie in meinem ganzen Leben noch nicht“. Egal, die „Euphorie, dass ich wieder auf dem Platz stehen kann“, war Entschädigung genug.

Gegen Leveste, das mit zwei Spielen und drei Punkten weniger als der FCE auf dem sechsten Tabellenplatz steht, ist er also wieder dabei und bildet gemeinsam mit seinem Bruder Sebastian das Sturmduo. In Nienstädt setzte Trainer Bürst noch auf Konter, „zu Hause wollen wir den Gegner wieder selbst unter Druck setzen“. Till Engelhardt sei auf der linken Außenbahn in Topform, auch Moritz Engelhardt machte in Nienstädt auf rechts ein starkes Spiel. „Er ist aber stark angeschlagen“, so Bürst – Marcel Wendler steht als Ersatz bereit.

Ins Tor kehrt Patrick Bürst zurück, ansonsten plant der Coach keine großen Veränderungen. Benjamin Rathe fällt mit seinem Nasenbeinbruch noch aus, also wird Hendrik Luczak wieder auf die Sechserposition vorrücken und Florian Siuts den Liberoposten übernehmen. Bürst: „Die Abwehr steht schon richtig gut. Wenn jetzt noch vorne das eine oder andere Törchen mehr fällt, bin ich zufrieden.“

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