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Ein Springer und sein Jagdhorn beim 4:0 gegen Australien dabei

Die „deutsche Vuvuzela“ bläst DFB-Elf den Marsch

Fußball (jab). Am monotonen Brummen der Vuvuzelas scheiden sich während der WM die Geister der Fußball-Fans. Einen musikalischen Farbtupfer hat Bernd Klausing beim Auftaktspiel der Deutschen in Durban gegen Australien gesetzt – den haben allerdings nur wenige im Stadion gehört. Der Springer war in Südafrika live dabei – und mit ihm sein Jagdhorn.

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Eigentlich wollten die Ordner Klausing mit seinem Horn gar nicht ins Stadion lassen. „Weil es aus Metall ist“, sagt Klausing, der mittlerweile zurück in Deutschland ist. „Ich habe ihnen gesagt: Das ist eine deutsche Vuvuzela.“ Er habe zusätzlich noch eine Melodie vorgespielt – und schon hätten ihn die Ordner reingelassen.

Nicht nur im Stadion blies Klausing seine Jagdsignale, auch auf der Fanmeile in Durban vor und nach dem Spiel hatte er sein Jagdhorn stets dabei – und wurde als Mann mit der „german vuvuzela“ zur kurzzeitigen Berühmtheit in dem WM-Spielort. Die lokale Zeitung „The Mercury“ interviewte ihn, sogar die ARD wurde auf ihn aufmerksam und nahm Kontakt auf – da war Klausing allerdings schon auf der Rückreise.

Mit einem Kreuzfahrtschiff war er von Mallorca nach Kapstadt gereist, dann für vier Tage nach Durban geflogen. Mit dabei waren auch Petra und Mohamed-Ali Joumaah. Die Ortsbürgermeisterin von Bad Münder war wenige Stunden nach ihrer Rückkehr nach Deutschland noch ähnlich euphorisch wie Klausing – vor allem wegen der Gastfreundlichkeit der Südafrikaner: „Ich bin ja schon viel gereist“, erzählt sie, „aber so viel echte Herzlichkeit habe ich noch nicht erlebt.“ Die Südafrikaner seien bei der WM mit vollem Herzen dabei – und hätten beim Spiel gegen Australien allesamt die Deutschen angefeuert. Was sie zusätzlich freut: „Wie selbstverständlich die jungen Südafrikaner miteinander umgehen – so lange ist die Apartheid ja auch noch nicht her.“

Begeistert von der südafrikanischen Herzlichkeit: Bernd Klausing
  • Begeistert von der südafrikanischen Herzlichkeit: Bernd Klausing mit Petra und Mohamed-Ali Joumaah vor dem Spiel gegen Australien.
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Auch Klausing hat sich von der Euphorie und der friedlichen Partystimmung in Südafrika anstecken lassen: „Ich kann nur jedem empfehlen, sich so ein Event nicht entgehen zu lassen“, sagt er. Er will ab jetzt jeden Monat einen kleinen Betrag beiseitelegen: „In Brasilien in vier Jahren bin ich wieder dabei“ – dann ertönt die deutsche Vuvuzela am Zuckerhut.

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