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DFB-Ehrenamtspreis für Wilhelm Häfner vom FC Bennigsen

BENNIGSEN. Wenn die Duschen mal kalt bleiben im Klubhaus des FC Bennigsen oder das Licht in der Vereinsgaststätte nicht funktioniert, dann wählen die Sportler seine Nummer: Wilhelm Häfner repariert alles – oder gibt per Telefon schnell den entscheidenden Tipp zur Fehlerbehebung.

Im Moment gibt es nicht viel zu tun für Wilhelm Häfner – auch in Bennigsen sind die Plätze gesperrt. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Der 73-Jährige ist die gute Seele auf der Fußballanlage am Süllberg – für sein Engagement beim FCB erhielt Häfner jetzt bei der Ehrung des Kreises Hannover-Land in Otternhagen den DFB-Ehrenamtspreis .

Häfner ist schon vor dem verabredeten Fototermin auf der Anlage: „Ich sollte noch mal nach den Hallentoren sehen“, sagt er. Am Wochenende veranstaltet der FCB sein Turnier um den Wallus-Cup, die Fünf-Meter-Tore dafür „habe ich selbst mal bei der Arbeit zusammengeschweißt – aus kaputten Wasserballtoren“, erzählt Häfner.

25 Jahre arbeitete er am Sportleistungszentrum in Hannover, betreute dort die Technik. Kein Job, in dem man herumsitzt: „Wir haben uns spaßeshalber mal Schrittzähler besorgt. Sieben bis acht Kilometer am Tag haben wir da zurückgelegt auf dem Riesengelände“, sagt Häfner. Dennoch fand er Ende der 1990er-Jahre nach der Arbeit noch die Zeit und die Kraft, das FCB-Vereinsheim mit aufzubauen. „Ich habe die gesamte Heizungsanlage eingebaut“, erzählt er, „hier stecken 400 bis 500 Arbeitsstunden von mir drin.“ Klar, dass Häfner gefragt wird, wenn es was zu reparieren gibt: „Ich mache das gerne und solange ich es kann, mache ich auch weiter.“

Aber, so betont er: „Ich mache das hier nicht alleine, sondern gemeinsam mit Karl-Heinz Sonnenberg“, sagt Häfner, „auf ihn kann ich mich immer verlassen.“ Die beiden übernehmen gemeinsam auch die Platzpflege beim FCB: „Die großen Rasenflächen mäht die Stadt, den Rest machen wir“, erklärt Häfner.

„Willi hat großen Anteil daran, dass wir so eine gepflegte Anlage haben“, sagt Bennigsens Fußball-Spartenleiter Uwe Dembski, der Häfner beim Kreisverband für die Ehrung vorschlug. Als der Brief mit der Einladung nach Otternhagen kam „war das schon eine Überraschung“, so Häfner, der bis 1967 und ab 1980 selbst für Bennigsen spielte. Dazwischen war er beim VfV Hainholz am Ball.

Neben einer Urkunde gab es bei der Ehrung eine Uhr, einen Ball und eine Flasche Sekt. Den Ball schenkte er an seinen 15-jährigen Enkel weiter – den Sekt bekam sein Co-Platzwart Karl-Heinz Sonnenberg.

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