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HF mit neuem Selbstvertrauen in den Doppelspieltag

Der größte Druck ist weg

Springe. Fünf Doppelspieltage mit Partien am Freitag und Sonntag hält diese Saison in der 2. Handball-Bundesliga bereit. Der erste steigt an diesem Wochenende. Aufsteiger HF Springe hat dabei morgen (20 Uhr) Heimrecht gegen den SV Henstedt-Ulzburg und reist am Sonntag (17 Uhr) zum TSV Bayer Dormagen. Nach dem ersten Sieg am vorigen Wochenende ist der größte Druck von den Springern abgefallen – und das Selbstvertrauen zurück. „Das war ein Befreiungsschlag“, sagt Linksaußen Maximilian Kolditz. Und: „Henstedt und Dormagen sind unangenehme Gegner, aber beide machbar. Wir haben den Anspruch, beide Spiele zu gewinnen.“ Dabei hofft er, dass sein Team die Euphorie vom vorigen Wochenende mitnimmt, „trotz der angespannten Personallage“.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Der HF-Kader bleibt dezimiert. Rechtsaußen Nils Eichenberger ist zwar wieder ins Training eingestiegen, Robert Wetzel, Fabian Hinz und Pawel Pietak fallen aber weiterhin aus. Maximilian Schüttemeyer plagt sich mit Schulterproblemen, Kolditz selbst spielt seit drei Wochen mit einem Kapselriss im Sprunggelenk. „Mit viel Tape und einer Schiene geht’s, aber ich darf auf keinen Fall wieder umknicken“, sagt er. Und: „Ich würde mir schon eine Pause wünschen, um den Fuß auszukurieren.“

Weil die aber nicht in Aussicht ist, beißt der 24-Jährige auf die Zähne. Mit seiner Leistung im Emsdetten-Spiel schaffte er es sogar in die Zweitliga-Mannschaft der Woche, die das Fachmagazin „Handballwoche“ zusammenstellt. „Das macht mich schon ein bisschen stolz“, gibt Kolditz zu. Der Erfolg gegen den TVE sei aber vor allem der der Mannschaft gewesen. „Es hat alles gestimmt: Körpersprache, Aggressivität, Einstellung.“ Und: „Die Torwartleistung, die brauchen wir auch dieses Wochenende wieder.“ Keeper Mustafa Wendland hatte mit seinen 13 Paraden großen Anteil im ersten Saisonsieg.

HF-Coach Sven Lakenmacher sieht der Doppelbelastung am Wochenende gelassen entgegen. „Wenn die Mannschaft so eng zusammenrückt, wie gegen Emsdetten, setzt das ja auch Kräfte frei“, sagt er. Bei Spielern wie Kolditz, die 60 Minuten durchspielen müssen, merke man dann allerdings schon, „dass sie ans Limit kommen – dann muss man ihnen auch Fehler zugestehen“. Um die Belastung nicht zu hoch werden zu lassen, gewährte Lakenmacher seinem Team am Dienstag allerdings einen freien Tag. Dafür wird am Sonnabend trainiert, um sich auf Dormagen vorzubereiten. Bis dahin liegt der Fokus nur auf Henstedt-Ulzburg.

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