weather-image
19°
Handball-Freunde feiern in der Rattenfängerhalle 33:22-Sieg gegen Essen

Der Fluch von Hameln ist Geschichte

Springe. Na endlich! Der Fluch von Hameln ist Geschichte. Zweitligist Handballfreunde Springe kann doch in der Rattenfängerhalle gewinnen. Gegen den deutschen Ex-Meister TUSEM Essen fuhren die Springer mit 33:22 (16:9) den ersten Sieg ein und versetzten die 626 Zuschauer in allerbeste Osterstimmung.

270_008_7851772_sp109_2903.jpg
Klaus Frye

Autor

Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite

Standing Ovation auf der Tribüne, das hatte der Aufsteiger in der Stockhof-Arena noch nicht erlebt. Und auch Hauptsponsor Peter Othmer war begeistert: „In Bad Schwartau war der Akku leer, aber heute war der wieder richtig aufgeladen.“ Zunächst sorgten zwar der Essener Fanblock für eine lautstarke Kulisse, doch die verstummte schnell wieder. Bis zum 4:4 stotterte der HF-Motor, spätestens nach einer Viertelstunde hatten die von Trainer Slava Gorpishin in der ersten Auszeit taktisch bestens nachjustierten Handballfreunde die Sache im Griff. „Meinem Mittelblock gebe ich heute mal die Note zwei“, lobte der Routinier auf der Bank neben dem überragenden Torhüter Robert Wetzel vor allem seine Defensivabteilung. Gegen die fiel auch Essens Coach Stefan Krebietke herzlich wenig ein. Die Männer von der Margarethenhöhe verstanden es vor allem im ersten Spielabschnitt nur selten, den Abwehrblock vom Deister ernsthaft in Gefahr zu bringen. Und weil bei seinen Jungs alles so gut klappte, hatte Gorpishin nach dem Sieg für seine Spieler gleich noch ein kleines Ostergeschenk parat. „Ich gebe mal einen zusätzlichen Tag frei“, verriet der zweifache russische Olympiasieger bei der anschließenden Pressekonferenz. Da konnte sich Oliver Tesch gleich doppelt freuen. Vor allem über den Erfolg gegen seinen Ex-Verein, bei dem er als Jugendlicher das Handballspielen gelernt hatte.

Der Ex-Internationale auf Springes Bank brachte die Gründe für den ersten Sieg in der Rattenfängerhalle schnell auf den Punkt: „Wenn die Abwehr steht und der Torwart stark hält, kann man alle Spiele gewinnen.“ Gorpishin blickte auch schon Richtung Minden, wo er mit seiner Mannschaft am kommenden Sonntag antreten muss: „Für uns ein leichtes Spiel, denn die Mindener stehen deutlich mehr unter Druck als wir.“ In der Kampa-Halle sehen sich Fauteck und Co. also keinesfalls als krasse Außenseiter. Denn Grün-Weiß sah bei der 22:29-Pleite in Emsdetten zuletzt recht alt aus.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare