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Das Fußballmärchen des Nettelreder Jos Homeier geht weiter

NETTELREDE. Er ist eines der hoffnungsvollsten Talente im Fußball, er hat die Fußballschuhe von Anbeginn beim TSV Nettelrede geschnürt, er übersprang durch seinen Wechsel zum 1. FC Egestorf-Langreder drei Spielklassen von der 1. Kreisklasse zur Landesliga.

Vor einer großen fußballerischen Zukunft steht der 20-jährige Jos Homeier (l.) nach seinem Wechsel vom TSV Nettelrede aus der 1. Kreisklasse zum Landesligisten beziehungsweise Regionalligisten 1. FC Egestorf-Langreder. FOTO: KRUSE

Autor:

DIETER GÖMANN

Gemeint ist der 20-jährige Jos Homeier, der mit dem neuen Spieljahr 2017/2018 im wahren Wortsinn über den Deister gegangen ist und sein Fußballglück in Egestorf-Langreder sucht.

Seiner Heimat Nettelrede hat der Juniorenspieler keineswegs den Rücken gekehrt. „Ich wohne und lebe weiterhin bei meinen Eltern in Nettelrede und mache derzeit eine Ausbildung zum Industrie-Kaufmann in einem Unternehmen in der Kernstadt, und das soll auf Sicht auch weiterhin so bleiben“, gibt der junge Mann Auskunft über sein Lebern neben dem Fußballsport.

Zum Ende der vergangenen Saison 2016/2017 hatten sich die Gerüchte um seine Person verdichtet, dass er zum neuen Spieljahr vor einem herausragenden und außergewöhnlichen Vereinswechsel stehen könnte. Im Gespräch war eben jeder 1. FC Egestorf-Langreder, wo er dann auch tatsächlich hingewechselt ist.

Dort möchte er sich leistungsmäßig weiterhin verbessern und sieht in der Kombination von der zweiten Mannschaft in der Landesliga und der 1. Mannschaft gar in der Regionalliga gute Chancen, einen weiteren Schritt in seiner fußballerischen Entwicklung machen zu können.

An seiner Seite hat er dabei Paul Nieber, der nach seinem letzten Engagement beim FC Eldagsen nunmehr auch in Egestorf-Langreder im Nachwuchsbereich tätig ist und ebenso noch in der Regionalliga-Reserve in der Landesliga, die als U23-Team spielt. Der Münderaner hat die Weichen gestellt, dass sich Jos Homeier mit der möglichen Veränderung beschäftigt hat.

„Mit Robin Gaida, der nach Tündern und Havelse schon vergangene Saison in Egestorf-Langreder gespielt hat und dessen Vater Torsten beim TSV Nettelrede die Jugend traininert hat, bin ich im Winter zum Training mitgefahren“, erläutert Homeier.

Die Rückmeldung von den Egestorfern sei positiv ausgefallen und ihm wurde das Angebot gemacht, dass er wiederkommen könne. „Im April war ich erneut in Egestorf-Langreder, und im Juni machte mir Paul Nieber das Angebot des Vereinswechsels. Ich sollte für den Kader der zweiten Herren fest eingeplant werden. Da habe ich dann zugesagt“, so Homeier.

Der sollte drei Wochen die Vorbereitung des Regionalliga-Teams mitmachen, „doch es wurden dann doch mehr als drei Wochen. Beim Testspiel gegen Hanover 96 wurde ich in der 60. Minute eingewechselt. Beim Punktspiel bei der Reserve des Hamburger Sportvereins bekam ich in der 82. Minute meinen ersten Punktspieleinsatz und saß daneben zweimal auf der Auswechselbank. In der zweiten Herren habe ich inzwischen fünf Punktspiele bestritten und dabei vier Tore erzielt.“

Bevor es zu diesen Erfolgen für Jos Homeier gekommen war, musste er am Anfang die Riesenumstellung verkraften. Das zweimalige Training in der Woche in Nettelrede gehörte der Vergangenheit an. „In der Vorbereitung waren fünf Trainingseinheiten angesagt, und jetzt fahre ich dreimal in der Woche zum Training. Ich habe nie gedacht, dass alles so schnell geht und ich mich einleben würde. Es ist genial. Ich habe den Wechsel nie bereut“, blickt Homeier auf die Veränderung zurück.

Begonnen hatte alles beim TSV Nettelrede, wo ihn sein Vater mit vier Jahren mitgenommen hatte. Er durchlief in den Jugendjahrgängen von den G-Junioren die Jugend-Spiel-Gemeinschaft (JSG) Eimbeckhausen-Nettelrede- Beber-Rohrsen und wechselte bereits im letzten A-Juniorenjahr in die 1. Herren des TSV Nettelrede in der 1. Kreisklasse, wo er in der Saison 2015/2016 37 Tore erzielte.

Drei Jahre hatte Jos Homeier beim TSV gespielt. Das vergangene Spieljahr sollte dann die Krönung bei den Grönjern werden: Er erzielte 51 Tore und avancierte zum Torschützenkönig in der 1. Kreisklasse Hameln-Pyrmont.

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