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Daniel Hoffmanns unverhoffter Aufstieg bei den HF Springe

SPRINGE. Am Sonnabend (19 Uhr) bestreiten die Handballfreunde Springe in eigener Halle gegen Schlusslicht TV Kirchzell ihr letztes Saisonspiel in der 3. Liga Ost. Daniel Hoffmann feiert an dem Tag seinen 19. Geburtstag. Der A-Jugend-Torwart wüsste da schon ein passendes Geschenk.

Plötzlich Drittliga-Torwart: Daniel Hoffmann aus der HF-A-Jugend. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

„Ich würde mich freuen, wenn ich spielen dürfte“, sagt er. „Ich würde mich aber auch für die beiden freuen, wenn sie wieder fit werden.“

„Die beiden“ – das sind Mustafa Wendland und Svebor Crnojevic, die etatmäßigen Torhüter des Drittligisten. Weil sich erst Crnojevic und dann Wendland verletzten, wurde Hoffmann plötzlich zum Drittliga-Torwart. Gegen Groß Umstadt spielte er die zweite Halbzeit, nachdem Wendland sich das Außenband gerissen hatte. Zuletzt gegen Großburgwedel stand er mehr mehr als 50 Minuten im Tor, weil Crnojevic noch nicht wieder richtig fit war.

„Es freut mich riesig, dieses Vertrauen von den Trainern zu bekommen“, sagt Hoffmann, „sie hätten ja auch sagen können: Der andere muss auf die Zähne beißen.“ Haben sie aber nicht – und Hoffmann zahlte das Vertrauen mit starken Leistungen zurück. Die HF gewannen beide Spiele mit dem Nachwuchsmann im Tor. „Es bin ja nicht ich, der die Spiele gewinnen, sondern die Mannschaft“, sagt der noch 18-Jährige bescheiden.

Schon in der Vorbereitung war er beim Drittligateam dabei – Crnojevic war erst unmittelbar vor dem Saisonstart verpflichtet worden. „Die Mannschaft ist super. Die haben mich aufgenommen, als wäre ich schon immer dabei“, sagt Hoffmann. Und von einem Ex-Weltmeister Sebastian Preiß „wahrgenommen zu werden und Tipps zu kriegen, ist eine große Ehre“.

Bei Eintracht Hiddestorf begann Hoffmann mit dem Handballspielen. „Ich bin schon recht früh ins Tor gegangen und habe mangels anderer Torhüter meistens einen Jahrgang höher gespielt“, sagt er. HF-Jugendtrainer Christian Ellmers holte Hoffmann vor drei Jahren nach Springe.

Wie es in der kommenden Saison weitergeht, lässt Hoffmann, der in den Herrenbereich wechselt, offen. „Ich will mich im Training anbieten. Mal gucken, ob es für die Erste reicht“, sagt er. „Auf jeden Fall“ werde er weiterhin in Springe spielen.

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