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Eldagsen empfängt morgen OSV Hannover

Bloß nicht zu früh in Führung gehen

Eldagsen. Ein früher Führungstreffer ist das, was sich so ziemlich jeder Fußballtrainer wünscht. Michael Wehmann ist da eine Ausnahme. „Uns scheint das nicht gut zu tun“, sagt der Coach von Landesliga-Aufsteiger FC Eldagsen. Die Statistik gibt ihm recht: In sechs von bislang sieben Punktspielen erzielten die Eldagsener das 1:0 – nur eine dieser Partien gewannen sie (4:2 in Garbsen). In den letzten drei Partien gab die Führung allerdings keine Sicherheit: In Burgdorf verlor der FCE 2:5. In den letzten beiden Heimspielen gerieten die Schwarz-Gelben nach dem 1:0 in Rückstand und schafften gerade noch die Wende zum 3:2 gegen Almstedt und 2:2 gegen Krähenwinkel. Im dritten Heimspiel in Folge morgen (16 Uhr) gegen den OSV Hannover könnte Wehmann also gut auf ein frühes 1:0 verzichten, wenn am Ende ein souveräner Dreier herausspringt.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

„Das liegt an der Spielklasse. Da glauben die Gegner an ihre Stärke und geraten durch ein frühes Gegentor nicht aus der Fassung – wir ja auch nicht“, sagt Wehmann. „Wir sind immer noch in der Anpassungsphase. Der nächste Schritt wäre, eine Führung auch mal souverän runterzuspielen.“ Sicherheit könnten zwei Stammspieler bringen, die zurückkehren: Alexander Schröder ist aus dem Urlaub zurück, Steve Goede hat seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen. Steven Berger (krank) und Christian Marx (Urlaub) fehlen.

Mit zehn Punkten aus sieben Spielen sind die Eldagsener aktuell bester Aufsteiger in der Landesliga. Nicht alle Anhänger wissen das offenbar zur würdigen, Wehmann lässt das allerdings kalt. „Meine Spieler sind intelligent genug, um zu wissen, dass sie gegen Krähenwinkel von der 20. bis zur 50. Minute schlecht gespielt haben“, sagt er. „Aber außer Matthias Hüsam hat vorher keiner von ihnen in der Landesliga gespielt. Da kann man nicht erwarten, dass wir alle Gegner souverän besiegen.“

Das Bemühen sei keinem Spieler abzusprechen. „Und dass uns spielerisch die Mittel fehlen, ist keine Überraschung“, sagt Wehmann, „deshalb müssen wir Wert auf andere Dinge legen, zum Beispiel Fitness.“ In dem Bereich haben die Eldagsener sich nichts vorzuwerfen – das zeigen allein die Tore in der Nachspielzeit in den vergangenen beiden Partien.

Der OSV stellt mit bislang 25 Gegentoren die anfälligste Defensive der Landesliga. „Da müssen wir den Hebel ansetzen“, sagt Wehmann. „Wir werden sicher etwas offensiver agieren, ohne dabei hinten zu offen zu stehen. Und wir müssen unsere Fehler im Aufbauspiel abstellen.“

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