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Bisons wollen nicht um jeden Preis in den Europapokal

ELDAGSEN. Klaus Johansson ist hin- und hergerissen. Einerseits will der Vorsitzende des SC Bison Calenberg als Sportler natürlich den maximalen Erfolg. Andererseits kostet der auch Geld.

Aus finanziellen Gründen hätte Bison-Chef Klaus Johansson gegen eine Europapokal-Pause nichts einzuwenden. Foto: Archiv
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Das Abenteuer Europapokal will für die Rollhockey-Teams des Vereins schließlich erst einmal finanziert sein. So gesehen stört es ihn nicht so sehr, dass die Herren ihr Saisonziel, Platz 6, verpassen werden. Die Damen haben noch alle Chancen, Johansson stellt aber klar: „Wir treten da nur an, wenn wir mindestens Zweiter werden.“

In den vergangenen beiden Jahren wurden die Bison-Damen jeweils Vizemeisterinnen. In dieser Saison kämpfen sie noch um Platz 4 in der Punkterunde und damit um den Einzug ins Final-Four-Turnier, das die Bisons Anfang Mai in Eldagsen ausrichten. „Ich gehe davon aus, dass sie es schaffen werden“, sagt Johansson. Als voraussichtlich Vierte würden die Gastgeberinnen dann aber schon im Halbfinale auf Iserlohn treffen, die Übermannschaft der letzten Jahre in Deutschland – da wäre ein Bison-Sieg schon eine Sensation.

Zukunftsmusik. Erstmal müssen die Bison-Damen den vierten Platz, den sie derzeit innehaben, verteidigen. Um wichtige Punkte dafür geht es am Sonnabend um 20 Uhr gegen die TuS Düsseldorf-Nord. Der DM-Dritte des Vorjahres spielt eine überraschend schlechte Saison, ist aber im Aufwind und hat seine letzten drei Partien allesamt gewonnen. „Das wird kein Selbstgänger“, sagt Johansson, „bei unseren wechselnden Leistungen kann alles passieren.“

Vorher, um 18 Uhr, spielen die Bison-Herren gegen Düsseldorf. Die Gäste waren stark in die Serie gestartet, haben von ihren letzten fünf Spielen aber nur das gegen Schlusslicht Wuppertal gewonnen. „Wenn wir einen guten Tag haben, geht was“, glaubt Johansson. Eine Niederlage würde den Bisons allerdings nicht mehr weh tun. Platz 6 ist zwar weg, mindestens Platz 8, und damit die Teilnahme an den Playoffs, aber gesichert. „Im Grunde ist die Saison gegessen“, sagt der Präsident.

Der hatte sich nach dem Ärger über den Schiedsrichter am vorigen Wochenende beim Pokal-Aus gegen Darmstadt „ganz oben beim Verband beschwert“. Dass Milan Brandt für seine – aus Bison-Sicht unberechtigte – Rote Karte für nur ein Spiel gesperrt wurde, sieht Johansson als Bestätigung. Er sieht es als Eingeständnis, „dass der Schiedsrichter Mist gebaut hat, sonst gibt es bei Roten Karten immer mindestens zwei Spiele Sperre“.

Gegen Düsseldorf ist Brandt aber dabei – die Sperre gilt für das erste Pokalspiel der kommenden Saison.

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